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18.10.2013

14:03 Uhr

Air France-KLM

Harte Einschnitte bei Alitalia gefordert

Air France-KLM, Großaktionär bei Alitalia, macht nun Druck auf die strauchelnde italienische Fluglinie. Damit der französische Konzern helfend zur Seite springt, müssen zunächst harte Auflagen erfüllt werden.

Zwei Maschinen von Alitalia: Der Airline droht weiterhin das Geld auszugehen. Reuters

Zwei Maschinen von Alitalia: Der Airline droht weiterhin das Geld auszugehen.

ParisDie strauchelnde Fluglinie Alitalia kann nur bei einem grundlegenden Umbau auf Hilfe ihres Großaktionärs Air France-KLM hoffen. „Air France, KLM und Alitalia würden zusammen eine großartige europäische Fluggesellschaft bilden“, sagte der Chef des französisch-niederländischen Unternehmens, Alexandre de Juniac, am Donnerstagabend dem französischen Fernsehsender LCI. Ohne eine gründliche Umstrukturierung von Alitalia könne man aber kein Geld in die italienische Fluglinie stecken. Air France-KLM fährt einen harten Sparkurs und streicht tausende Arbeitsplätze vor allem im Frankreich-Geschäft.

Mit einem Anteil von 25 Prozent ist Air France-KLM der größte Aktionär von Alitalia. Der geplanten Rettung des italienischen Partners durch eine Kapitalerhöhung und neue Kredite haben die Franzosen zwar zugestimmt, aber bisher kein eigenes Geld zugesagt. Das Rettungspaket sieht 300 Millionen Euro frisches Kapital und neue Kredite von 200 Millionen Euro vor.

Unterdessen droht Alitalia weiter das Geld auszugehen. Angesichts der Schieflage der Gesellschaft hielten sich die Kunden im September mit Buchungen zurück, der Umsatz brach ein. Alitalia war bereits vor fünf Jahren in die Insolvenz geschlittert. Unter dem alten Namen, aber befreit von den Schulden, fusionierte sie mit der früheren Konkurrentin Air One. Air France-KLM kam als größter Aktionär und wichtigster Partner ins Boot.

Ein anderer Alitalia-Partner, die arabische Fluglinie Etihad, hatte bereits im September abgelehnt, den Italienern frisches Geld zuzuschießen. Der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin war Etihad hingegen Anfang 2012 mit einer kräftigen Kapitalspritze beigesprungen und dort zum größten Aktionär aufgestiegen.

Von

dpa

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