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12.01.2007

10:36 Uhr

Air Madrid

LTU will spanischen Baukonzern zur Airline machen

Die Düsseldorfer Ferienfluggesellschaft LTU sucht spanische Co-Investoren, um die Südamerika-Streckend der kriselnden Air Madrid wieder auf Vordermann zu bringen. Interesse hat auch ein spanischer Baukonzern angemeldet.

HB DÜSSELDORF. LTU-Chef Jürgen Marbach habe am Donnerstag sein Konzept möglichen Partnern vorgestellt, sagte ein LTU-Sprecher. Die Investoren prüften nun die Vorschläge und wollten sich in naher Zukunft dazu äußern. Hauptbeteiligter sei der spanische Baukonzern San Jose. Welche Anteile die Partner an dem Gemeinschaftsunternehmen halten sollen, sei noch nicht geklärt, sagte der Sprecher. Spanischen Medienberichten zufolge könnte San Jose die Mehrheit an dem Joint Venture halten.

Der LTU-Vorschlag sehe unter anderem vor, zwei bis vier Flugzeuge der Air Madrid zu übernehmen, sagte der Sprecher des Düsseldorfer Unternehmens. Die Flugzeuge sind geleast und gehören nicht Air Madrid. Auch ein Teil des Personals könnte dann womöglich übernommen werden, hatte das Unternehmen schon zuvor erklärt. Eine Übernahme von Air Madrid oder von Teilen davon komme aber nicht in Frage, hatte die LTU bisher betont.

San Jose ist nach eigenen Angaben mit einem Jahresumsatz von gut 1,2 Mrd. Euro der größte spanische Baukonzern. In den vergangenen Jahren investierte die Gruppe zunehmend in anderen Bereichen. Erst am Dienstag hatte sie die Mehrheit an der börsennotierten Immobiliengruppe Parquesol erworben.

Spanischen Medienberichten zufolge haben unterdessen zwei Luftverkehrs-Verbände des Landes beim zuständigen Ministerium gegen einen Einstieg der LTU im spanischen Luftverkehrsmarkt protestiert. Danach werfen die Verbände der Regierung vor, ausländische Unternehmen zu Lasten der einheimischen Fluglinien zu bevorzugen.

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