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23.11.2016

12:09 Uhr

Airbus A350-1000

Jumbokiller vor dem Start

VonMarkus Fasse

Die A350-1000 steht vor dem Erstflug. Airbus geht mit der Maschine in die Offensive – und will Boeings Vormacht auf der Langstrecke brechen. Darunter könnte allerdings auch ein eigenes Modell leiden.

Airbus geht in einem wichtigen Marktsegment in die Offensive: Langstreckenflugzeuge mit zwei Triebwerken und vielen Sitzplätzen ersetzen immer öfter klassische Jumbojets mit vier Motoren. Airbus

Airbus A350-1000

Airbus geht in einem wichtigen Marktsegment in die Offensive: Langstreckenflugzeuge mit zwei Triebwerken und vielen Sitzplätzen ersetzen immer öfter klassische Jumbojets mit vier Motoren.

MünchenAm Wetter dürfte es morgen wohl nicht scheitern. 13 Grad sind für Toulouse vorausgesagt, ein schwacher Wind aus Südost, kein Niederschlag. Bleibt es dabei, dann gibt Airbus grünes Licht für einen lange erwarteten Erstflug. Gegen 10.30 Uhr soll dann die A350-1000 zum ersten Mal abheben – sicherheitshalber Richtung Norden, weg von der Stadt.

Erstflüge sind in der Luftfahrtgeschichte immer eine besondere Show: Trotz aller Bodentests weiß niemand wirklich, wie sich ein neues Flugzeug in der Luft verhält. Die Piloten werden mit Fallschirmen fliegen. In den vergangenen Tagen hatte Airbus intensiv geprobt: Bei sogenannten Rolltests wird das Flugzeug auf 60 Knoten beschleunigt, genug um wichtige Funktionen an Triebwerken, Fahrwerk und Elektronik zu überprüfen.  Erst am Montag dieser Woche wurde entschieden: Donnerstag heißt es „cleared for take-off“.

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Mit der A350-1000 geht Airbus in einem wichtigen Marktsegment in die Offensive: Langstreckenflugzeuge mit zwei Triebwerken und vielen Sitzplätzen ersetzen immer öfter klassische Jumbojets mit vier Motoren. Das gilt auch für die A350-1000, die Airbus aus seiner A350-Familie abgeleitet hat. In dem verlängerten Rumpf können fast 370 Passagiere in drei Klassen über mehr als 14.000 Kilometer reisen. Solche Distanzen waren bis vor wenigen Jahren nur Jumbojets wie der Boeing 747 und der Airbus A380 vorbehalten. Kein Wunder, dass die Branche diese  neuen zweistrahligen Langstreckenflugzeuge auch als „Jumbokiller“ bezeichnet.

 „Die A350-1000 ist für Airbus extrem wichtig, weil Konkurrent Boeing in diesem Markt immer vorne war“, sagt der Hamburger Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt.  So ist die Boeing 777 mit allen Varianten seit fast zwei Jahrzenten die Königin der Langstrecke. Die neueste Version 777-300ER (Extended Range, verlängerte Reichweite) fegte 2013 den Airbus A340 vom Markt, den Vorläufer der A350-1000.

Boeing hat gute Argumente für seinen Bestseller. Zwei Triebwerke brauchen weniger Wartung und weniger Sprit als vier Motoren, die Kosten pro Sitzplatz liegen 15-20 Prozent niedriger als bei Flugzeugtypen, die mit vier Triebwerken unterwegs sind.  Noch ungleicher wurde das Duell, als Boeing den „Dreamliner“ vorstellte: Die kleinere 787 mit einem Rumpf aus Kohlefaser schlug alle Verkaufserwartungen.

Kommentare (3)

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Herr Thomas Müller

23.11.2016, 14:23 Uhr

Der Airbus A350-1000 ist sicherlich eine konsequente Weiterentwicklung, aber leider fehlt ein innovatives und entscheidendes Detail zum Wohle der Piloten und der Passagiere.
Erneut liefern die Triebwerke die Zapfluft für die Druckkabine. Es kann doch nicht sein, dass es auch bei neuen Flugzeugen immer noch zur toxischen Belastung des Kabineninnenraums kommt. Ein Modell das hier einen neuen innovativen Weg geht ist .... der Dreamliner von Boing.

Account gelöscht!

23.11.2016, 15:16 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Herr Rainer Krauth

23.11.2016, 17:12 Uhr

Schlampig recherchiert.
Erstflug der 777-300 ER war 2003, Markteinführung Juni 2004 bei JAL.
2013 war der A340 schon lange tot. Die letzte A340 wurde ca. 2011 gebaut.

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