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23.01.2015

10:08 Uhr

Aldi, Rewe, Edeka

Der Siegeszug der Handelsmarken geht weiter

Die Eigenmarken von Edeka, Rewe, Aldi und Co. finden immer öfter den Weg in den Einkaufswagen der Deutschen. Für die Händler ist dieser Trend besonders erfreulich: Sie kassieren höhere Margen und polieren ihr Image.

Fleischtheke in einem REWE-Supermarkt. Die hauseigenen Marken der Einzelhändler werden immer beliebter. dpa

Fleischtheke in einem REWE-Supermarkt. Die hauseigenen Marken der Einzelhändler werden immer beliebter.

DüsseldorfDie Deutschen greifen im Supermarkt immer häufiger zu Eigenmarken von Edeka, Rewe, Aldi und Co. statt zu den klassischen Markenartikeln. Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen ist der Marktanteil der Händlermarken wie „Ja“, „Gut und Günstig“ oder „Rewe Feine Welt“ seit 2009 um zwei Prozentpunkte auf 34 Prozent gestiegen.

Weltweit belegen die Bundesbürger damit beim Kauf von Eigenmarken laut Nielsen den 4. Platz. Beliebter sind die preiswerten Alternativen zu den etablieren Markenartikeln nur noch in der Schweiz, in Spanien und Großbritannien. Und die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sieht die Handelsmarken weiter im Aufwind. „Das ist ein langfristiger Trend“, ist GfK-Experte Wolfgang Adlwarth sicher. Auch in diesem Jahr werde die Bedeutung der Eigenmarken weiter zunehmen.

Diese Händler bewerten die Kunden am besten

Platz 10

Douglas (Vorjahr: Platz 5)

Platz 9

Aldi (Vorjahr: Platz 15)

Platz 8

Tchibo (Vorjahr: Platz 11)

Platz 7

Drogerie Müller (Vorjahr: Platz 8)

Platz 6

Rossmann (Vorjahr: Platz 4)

Platz 5

Otto (Vorjahr: Platz 17)

Platz 4

Thalia (Vorjahr: Platz 6)

Platz 3

Ikea (Vorjahr: nicht gelistet)

Platz 2

Amazon (Vorjahr: Platz 2)

Platz 1

dm (Vorjahr: Platz 1)

Quelle: OC&C-Proposition-Index 2014, 2015; OC&C-Analyse

Waren die Eigenmarken anfangs fast durchweg Preiseinstiegs-Produkte, so bieten die großen deutschen Supermarktketten und auch die Discounter den Verbrauchern inzwischen eine breitgefächerte Auswahl. Es gibt Eigenmarken im mittleren Preissegment und sogar im Premiumbereich, eigene Bio-Marken der Einzelhändler und Angebote mit regionalem Touch.

Das zahlt sich aus. Bei Deutschlands größtem Lebensmittelhändler Edeka waren die Eigenmarken im Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatzplus von 9,8 Prozent einer der wichtigsten Wachstumstreiber. Zum Vergleich: Bei Markenartikeln betrug das Plus nur magere 0,7 Prozent. Markus Mosa, der Chef der Edeka-Zentrale, führte diese Entwicklung auch auf Versäumnisse der Lebensmittelindustrie zurück. Es fehle der Industrie an Mut. Sie bringe zu wenig interessante neue Produkte heraus. Dabei geht das Wachstum der Handelsmarken Adlwarth zufolge in erster Linie zulasten der Markenartikel aus der zweiten oder dritten Reihe. Die Topmarken könnten sich nach wie vor behaupten.

Kommentare (1)

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Herr Ronny Michael

23.01.2015, 18:31 Uhr

Es ist eigentlich ein alter Hut,,dass in wirtschaftlich kritischen Zeiten Aldi, Lidle & Co. stärker wachsen, wogegen in Aufwärtsphasen, wie wir sie in Deutschland seit Jahren haben, es genau umgekehrt ist, jetzt sind Rewe, Edeka und Anverwandte stärker.

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