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01.12.2013

15:39 Uhr

Aldi und Norma

Discounter starten neuen Preiskampf bei Wurstwaren

Nach Kaffee und Coca Cola jetzt Wurstwaren: Im Preiskampf bei den Lebensmittel-Discountern gibt es eine neue Rotstiftrunde im Fleischregal. Vor allem für Aldi birgt das Gefahren.

Schild in einer Filiale von Aldi Süd: Der Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel geht weiter. dpa

Schild in einer Filiale von Aldi Süd: Der Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel geht weiter.

Essen/NürnbergAldi Nord und Aldi Süd senkten am Samstag die Preise für Frischwurst-Aufschnitt, Würstchen und Salami-Produkte. Aufgrund gesunkener Rohwarenpreise könnten die Ersparnisse beim Einkauf an die Kunden weitergegeben werden, teilte die beiden Aldi Gruppen mit.

Auch der Discounter Norma senkte für diese Warengruppen die Preise. Man wolle Preisvorteile beim Einkauf direkt an die Kunden weitergeben, teilte das Unternehmen in Nürnberg mit. Die Preise sinken bei den drei Discountern je nach Packungsgröße um bis zu 20 Cent.

Vor kurzem erst hatten Discounter wie auch der Marktführer Tchibo die Kaffeepreise gesenkt und damit gefallene Rohkaffeepreise an ihre Kunden weitergegeben. Auch bei Cola-Getränken tobt ein regelrechter Preiskampf: Fast jeden Tag sind Coca-Cola, Pepsi und Co. irgendwo zum Schnäppchentarif im Angebot.

Im deutschen Lebensmittelhandel tobt ein harter Preiskampf. Für Wirbel hatte zuletzt gesorgt, dass die Supermarktkette Real Aldi und Co bei Billigprodukten Konkurrenz machen will.

Der harte Wettbewerb könnte nach Ansicht eines Branchenkenners am Ende sogar Aldi, einen der mächtigsten Spieler, zu einem Überdenken seiner Strategie zwingen. „Aldi setzt bisher auf eine Dauerpreis-Strategie, während die Konkurrenz immer wieder wichtige Marken wie Cola im Sonderangebot verkauft. Das untergräbt das Billig-Image“, sagt Handelsexperte Matthias Queck vom Beratungsunternehmen Planet Retail. „Es stellt sich die Frage, ob Aldi nicht künftig auch mehr mit Preisaktionen arbeiten muss.“

Der Discounter selbst schweigt dazu. Zu unternehmensstrategischen Entscheidungen gebe man keine Auskunft, heißt es bei Aldi Süd auf Anfrage. Beispiele für ein solches Vorgehen gibt es allerdings bereits bei einigen Aldi-Auslandstöchtern, wie Queck berichtet.

Kommentare (13)

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ganimed01

01.12.2013, 16:43 Uhr

Mehr Fett und Sehnen in die Wurstund die Preise senken.............

Alex

01.12.2013, 17:43 Uhr

Wie kann man ueberhaupt Fleisch und Wurst aus dem Discounter kaufen, wo doch inzwischen jeder wissen muesste dass es sich hier um eine minderwertige Qualitaet aus Massentierhaltung handelt? Auch wird hier der Grossteil der Tiere mit Gensoja gefuettert.

Schade dass sich sowenig Mitmenschen Gedanken ueber die Auswirkungen ihres Kaufverhaltens machen und wegen ein paar Cent mehr im Geldbeutel soviel Tierleid mitverantworten.

Ausserdem wird mit Hilfe von Arbeitern aus Osteuropa (Werkvertraege) konkurrenzlos billig produziert und die kleinen Betriebe bei uns und in den Nachbarlaendern koennen nicht mehr mithalten.

In Frankreich muessen u.a. auch aus diesem Grund momentan mehrere Schlachthoefe schliessen, die Bevölkerung vor Ort ist verzweifelt. Siehe http://lexpansion.lexpress.fr/economie/france-statu-quo-aux-abattoirs-gad-de-lampaul-guimiliau_409681.html

Auch Österreich und Belgien kritisieren das Lohndumping in der deutschen Fleischbranche durch Billigarbeiter aus Osteuropa, siehe www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/schweinerei-oesterreichs-metzger-kritisieren-deutsche-billigkonkurrenz/8262464.html


Tom

01.12.2013, 18:16 Uhr

zum Teil erschreckend was hier in Deutschland abgeht, wir sind dick und fett auf Kosten anderer.
z.B. Lohndumping bei Porsche in Leipzig schöner Bericht im Handelsblatt

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