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11.11.2015

13:41 Uhr

Alibaba knackt Bestwert

„Singles Day“ bricht in China erneut Rekorde

Die chinesische Wirtschaft läuft nicht mehr so rund wie früher. Doch bei der größten Rabattschlacht des Jahres klingelten die Kassen der Online-Händler wie Alibaba wieder kräftig. Auch James Bond hatte seinen Anteil.

Der Alibaba-Chef warb gemeinsam mit dem „James Bond“-Darsteller um die chinesischen Kunden. AFP

Jack Ma (links) und Daniel Craig

Der Alibaba-Chef warb gemeinsam mit dem „James Bond“-Darsteller um die chinesischen Kunden.

PekingDie Chinesen sind trotz der abkühlenden Konjunktur in Kauflaune: Der „Singles Day“, der wichtigste Online-Einkaufstag des Jahres, brachte am Mittwoch neue Verkaufsrekorde. Bei Alibaba, der größten Internet-Handelsplattform des Landes wurde der Bestwert von umgerechnet 8,65 Milliarden Euro aus dem Vorjahr bereits zur Mittagszeit mit rund 10 Milliarden Euro deutlich überboten.

Der Handelsgigant hatte erstmals vor sechs Jahren den 11. November zu einem Tag gemacht, an dem der Konzern seinen Kunden für 24 Stunden hohe Preisnachlässe gewährt. Zahlreiche Konkurrenten folgten dem Beispiel Alibabas, wodurch der jährliche „Singles Day“ zur größten Rabattschlacht des Landes wurde. Auch JD.com, ein anderer großer Internethändler, verkündete am Mittwoch einen neuen Verkaufsrekord. In den ersten zehn Stunden habe der Konzern 180 Prozent mehr Bestellungen erhalten als im Vorjahr.

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Gierig, verschwenderisch, unantastbar – so sahen sich Chinas Superreiche. Dann kam der Börsenkrach – und nicht nur der. Doch die Erben und Unternehmer sind für die Regierung zu wichtig, um sie einfach fallen zu lassen.

„Singles Day“ heißt der Tag wegen des Datums, 11.11., das nur aus Einsen besteht. Für junge Chinesen ist das Datum seit den 90er-Jahren zudem eine Art Anti-Valentinstag. Singles Treffen sich am 11. November auf Partys, um ihr Junggesellendasein zu feiern.

Schauspieler Kevin Spacey, James-Bond-Darsteller Daniel Craig und viele andere Stars hatten gemeinsam mit Alibaba-Chef Jack Ma, dem reichsten Mann Chinas, am Vorabend auf einer großen Fernsehgala für den Verkaufstag geworben. Rund 70 Prozent der Käufe wurden laut Alibaba am Mittwoch über mobile Geräte getätigt, was die starke Nutzung von Smartphones beim Online-Shopping in China verdeutlicht.

Viele chinesische Kunden warteten auf den „Singles Day“ und schoben geplante Großkäufe bis dahin auf. „Ich habe online einen neuen Fernseher, Lebensmittel und Kleidung gekauft“, sagte Jin Shu, die als Verkäuferin in einem Pekinger Kleidungsgeschäft arbeitet, der Deutschen Presse-Agentur.

Wie man Schnäppchen im Internet findet

Sparmöglichkeiten miteinander kombinieren

Wer Sparangebote, Cash-Back und Gutscheine clever miteinander kombiniert, kann einen hohen Spareffekt erzielen. Wer viel online einkauft, sollte sich überlegen, ein Paypal-Konto oder eine Kreditkarte zuzulegen. Auch darüber lassen sich zusätzliche Bonus-Punkte sammeln.

Gutscheine nutzen

Außer den großen Handelsplattformen bieten Tipps für Schnäppchen insbesondere die spezialisierten Seiten. Gutscheine und Rabattangebote findet man unter anderem auf:

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Den Preisverfall für sich nutzen

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Antizyklisch einkaufen

Ein Wintermantel im Sommer? Eine Badehose oder ein Bikini im Winter? Warum nicht. Kaufen Sie antizyklisch, also entgegen der laufenden Saison. Wer nicht unbedingt, die aktuellsten modischen Trends braucht, kann damit viel sparen.

Laufende Verträge kündigen

Ob Handy oder Strom- und Gasanbieter – manchmal kann es sich lohnen, laufende Verträge zu kündigen, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Der Grund: Konkurrenten ködern Neukunden zuweilen mit Sonderkonditionen und Prämien.

Chinas Wirtschaft war im vergangenen Quartal mit 6,9 Prozent so langsam gewachsen wie seit sechseinhalb Jahren nicht mehr. Während der Außenhandel des Landes schwächelt, ist die Kauflust der Chinesen jedoch ungebrochen. Die Einzelhandelsumsätze waren im Oktober im Jahresvergleich erneut kräftig um 10,3 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte. Erneut Schwäche zeigten dagegen die Fabriken des Landes. Die Industrieproduktion legte im vergangenen Monat lediglich um 5,6 Prozent zu, weniger als Analysten erwartet hatten.

Von

dpa

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