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17.12.2014

13:34 Uhr

Amazon

Mitarbeiter verlängern Streiks bis Samstag

Verdi bleibt im Tarifstreit mit Amazon hartnäckig: Der zunächst geplante Drei-Tages-Streik wird an mehreren Standorten bis einschließlich Samstag ausgeweitet – ausgerechnet im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft.

Verdi will bei Amazon einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Einzelhandels durchsetzen. Reuters

Verdi will bei Amazon einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Einzelhandels durchsetzen.

Bad HersfeldDie Gewerkschaft Verdi richtet mit verlängerten Streiks an Amazon-Standorten eine verschärfte Kampfansage an den Online-Versandhändler. Zum Endspurt des Weihnachtsgeschäftes soll der Ausstand am bundesweit größten Amazon-Standort in Bad Hersfeld bis einschließlich Samstag fortgesetzt werden, wie Verdi Hessen am Mittwoch erklärte. Beschäftigte des Warenlagers in Werne (NRW) wollen den Protest ebenfalls bis zu diesem Tag verlängern. Vorausgegangen war ein Votum der streikenden Mitarbeiter. Auch an anderen Standorten scheint eine Ausweitung der Ausstände möglich. Die Gewerkschaft gab dazu aber noch keinen Überblick.

Am Mittwoch wurde der am Montag begonnene und zunächst auf drei Tage angesetzte Streik fortgesetzt. Mittlerweile beteiligen sich sechs von neun Standorten bundesweit. Neben Bad Hersfeld und Werne sind Leipzig, Graben (Bayern), Rheinberg (NRW) und Koblenz dabei. Nach Angaben von Amazon nahmen in der Frühschicht bundesweit 1100 Mitarbeiter am Streik teil. Mit sechs Tagen Streikdauer plant die Gewerkschaft einen der längsten Ausstände bei dem Versandhändler. Vor einigen Wochen wurde schon mal sechs Tage hintereinander in Bad Hersfeld gestreikt.

Für Mittwochmittag war eine Kundgebung in Koblenz geplant. Zu der Veranstaltung reisten auch Mitarbeiter aus Nordrhein-Westfalen und Bad Hersfeld an. Ein Gewerkschaftssprecher rechnete mit insgesamt 750 Teilnehmern. Auch die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) kam nach Koblenz. „Ich finde es bedauerlich, dass die Geschäftsführung von Amazon bislang nicht zu Gesprächen bereit war“, sagte sie. Sie sehe ihre Rolle als Arbeitsministerin, den Weg zu Gesprächen zu bereiten.

Die beliebtesten deutschen Händler

Quelle

Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
Stand der Veröffentlichung: Dezember 2013.

Platz 10

bonprix
Mode
Indexwert: 77,9 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 9

Otto
Multisortimenter
Indexwert: 77,9 (minus 0,1 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 8

Globus
Lebensmittel
Indexwert: 78,1 (minus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 7

Tchibo
Multisortimenter
Indexwert: 79 (minus 1,0 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 6

Rossmann
Drogerie
Indexwert: 79,6 (plus 0,8 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 5

Müller
Drogerie
Indexwert: 80,0 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 4

Thalia
Bücher
Indexwert: 81 (minus 1,4 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 3

Douglas
Drogerie
Indexwert: 81,1 (plus 2,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 2

Amazon
Multisortimenter
Indexwert: 82,5 (minus 7,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 1

dm
Drogerie
Indexwert: 84,2 (minus 1,3 Punkte gg. Vorjahr)

Erwartet wurden in Koblenz auch der Chef der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Oskar Lafontaine, und Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Eine weitere Kundgebung ist am Freitag (14.30 Uhr) in Bad Hersfeld mit dem Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske geplant, wie ein Verdi-Sprecher in Hessen sagte.

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