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22.02.2013

19:20 Uhr

Amtshilfe für SEC

Schweizer Behörden nehmen Buffetts Ketchup-Deal ins Visier

Gegen die Übernahme von Heinz durch Warren Buffett wird nun international ermittelt. Neben der US-Börsenaufsicht untersuchen nun auch die Schweizer Finanzmarktbehörden den Vorwurf des Insiderhandels.

Ist bei der Heinz-Übernahme gemauschelt worden? Reuters

Ist bei der Heinz-Übernahme gemauschelt worden?

ZürichDie Ermittlungen zum mutmaßlichen Insiderhandel bei der Übernahme des US-Ketchup-Konzerns Heinz werden auf die Schweiz ausgeweitet. Die Schweizer Finanzmarktbehörde Finma hat eigenen Angaben vom Freitag zufolge ein Amtshilfegesuch der US-Börsenaufsicht SEC erhalten. "In Zusammenhang mit dem vermuteten Insiderdelikt bei der Heinz-Transaktion steht die Finma in Kontakt mit der SEC und wird, wie immer in solchen Fällen, im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten kooperieren", hieß es.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Die Börsenaufseher hatten in der Vorwoche bei einem Bundesgericht in Manhattan Klage gegen Unbekannt eingereicht. Unmittelbar bevor das Geschäft zur 23 Milliarden Dollar schweren Heinz-Übernahme durch Star-Investor Warren Buffett und die brasilianische Beteiligungsgesellschaft 3G Capital öffentlich wurde, sei es zu "höchst verdächtigem Handel" gekommen, begründete die SEC ihre Klage. Die SEC hatte einen Eilbeschluss erwirkt, das Vermögen in einem mit dem Vorgang in Verbindung gebrachten Konto der US-Investmentbank Goldman Sachs in Zürich einzufrieren.

Ein Goldman-Sprecher wollte sich zu den Ermittlungen in der Schweiz nicht äußern und sagte lediglich: "Wir kooperieren vollumfänglich mit der SEC in dieser Untersuchung."

Die goldenen Regeln des Value-Investors Warren Buffett

Gezielt auswählen

Konzentrieren Sie Ihre Investments auf herausragende Unternehmen, die von einem starken Management geleitet werden.

Weniger ist mehr

Beschränken Sie sich auf Unternehmen, die Sie wirklich verstehen können. Zehn bis 20 sind in Ordnung, ab 20 ist Ärger vorprogrammiert.

Viel auf Wenige setzen

Suchen Sie sich unter Ihren guten Unternehmen die besten aus und stecken Sie den größten Teil Ihrer Investments in diese.

Langfristig denken

Denken Sie langfristig: mindestens fünf bis zehn Jahre.

Keine Panik

Volatilität kommt vor. Bleiben Sie dran.

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

Von

rtr

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