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21.07.2011

14:36 Uhr

Andrew Jennings

Karstadt-Chef kündigt die große Offensive an

Karstadt-Chef Andrew Jennings hält nach weiteren Immobilien für die Warenhaus-Kette Ausschau. Auch eine Expansion ins Ausland sei möglich.

Eine Kundin am Karstadt-Stammhaus in Wismar. Quelle: dpa

Eine Kundin am Karstadt-Stammhaus in Wismar.

EssenDer seit Jahresbeginn amtierende Karstadt-Chef Andrew Jennings will mit der Essener Warenhauskette auf Expansionskurs gehen. Vor allem bei den Premium- und Sporthäusern sei man auf der Suche nach geeigneten Immobilien, sagte Jennings in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Grundsätzlich möglich sei auch eine Expansion ins Ausland. Karstadt betreibt derzeit 115 Häuser, davon drei sogenannte Premium-Häuser, 26 Sporthäuser und 86 Warenhäuser.

Vor allem bei den Sporthäusern seien Neueröffnungen geplant: „Wir suchen bereits nach geeigneten Objekten. Geplant ist die Eröffnung von acht bis zehn neuen Sporthäusern in den nächsten drei bis vier Jahren.“ Im Oktober vergangenen Jahres war das damals insolvente Warenhausunternehmen von dem Investor Nicolas Berggruen übernommen worden.

Der britische Manager Jennings, der seit Jahresbeginn an der Karstadt-Spitze steht, gilt als erfahrener Sanierungsexperte. Er hatte bis Ende 2009 bei Woolworth Südafrika Erfahrung bei der Restrukturierung einer Kette mit 400 Warenhäusern gesammelt. Jennings war auf Thomas Fox gefolgt, der in der Insolvenzphase im Sommer 2009 als Sanierer den Chefposten übernommen hatte.

Auf die Frage, ob bei Karstadt auch Schließungen von Filialen infrage kämen, sagte Jennings: „Wir haben dazu keine Pläne. Am Ende entscheidet allein der Kunde, ob unser Konzept erfolgreich ist oder nicht.“

Weiterer Schwerpunkt neben den Neueröffnungen sei die Modernisierung der Filialen: „In diesem Jahr werden wir bis Ende September 22 Filialen modernisiert haben.“ In den nächsten vier Jahren wolle das Unternehmen rund 400 Millionen Euro in die Modernisierung von etwa 60 Filialen investieren, sagte Jennings. Auf die Frage, was passiere, wenn das Geld dafür nicht reiche, erklärte der Manager: „Diese Frage stellt sich überhaupt nicht.“

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