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27.11.2013

17:40 Uhr

Angebot ausbauen

Ryanair will von größeren Flughäfen starten

Die Billigairline unter Leitung von Michael O'Leary setzt weiter auf Expansionskurs. Die irische Fluggesellschaft will binnen fünf Jahren auf den meisten Hauptflughäfen vertreten sein.

Streitbarer Firmenchef: Michael O'Leary. Reuters

Streitbarer Firmenchef: Michael O'Leary.

BrüsselDer Billigflieger Ryanair will künftig verstärkt von größeren europäischen Flughäfen aus starten. In den nächsten fünf Jahren werde die irische Fluggesellschaft auf den meisten Hauptflughäfen in Europa vertreten sein, kündigte Unternehmenschef Michael O'Leary am Mittwoch in Brüssel an. Die drei wichtigsten Drehkreuze Europas - London-Heathrow, Charles-de-Gaulle in Paris und den Flughafen Frankfurt - schloss er allerdings aus. Auf den größeren Flughäfen wie etwa Brüssel-Zaventem könnten Ryanair-Flüge „etwas teurer“ werden.

In dieser Woche hatte O'Leary bereits Vereinbarungen mit den größten Flughäfen in Brüssel und in Rom bekanntgegeben. „Wir haben viele Pläne für die Hauptflughäfen in Deutschland“, sagte er. Konkrete Angaben machte er nicht.

Die größten Märkte für Billigflieger

Platz 10

Portugal – 951 Starts

Mit 166.723 Sitzplätze und 142 Strecken landet Portugal erneut in den Top Ten.

Platz 9

Schweiz – 1020 Starts

Von den drei Schweizer Flughäfen Basel, Genf und Zürich gehen 152 Strecken ab. Die Flugrouten bieten eine Kapazität für 153.047 Passagiere.

Platz 8

Niederlande – 1147 Starts

Mit der französisch-niederländischen Billig-Airline Transavia haben es die Niederlande in die Top Ten geschafft. Sie bedienen 212 Strecken mit 188.917 Sitzplätzen.

Platz 7

Norwegen – 1599 Starts

Die Billigflieger bieten 281.616 Sitzplätze auf 286 Strecken in und von Norwegen. Die meisten gehen mit Norwegian in die skandinavischen Nachbarländer.

Platz 6

Irland - 1865 Starts

Nur auf Platz sechs landet Irland, obwohl mit Ryanair die größte Billigfluglinie Europas auf der Grünen Insel sitzt und auch die einstige Staatslinie Aer Lingus nun als Low-Cost-Gesellschaft firmiert. 213 Strecken bedienen sie zusammen mit der Konkurrenz. Das macht 300.425 Sitzplätze.

Platz 5

Frankreich – 2913 Starts

Die Top Fünf setzen sich mit der Streckenanzahl deutlich von den Verfolgern ab: 551 Strecken gehen ab Frankreich – fast viermal so viel wie vom zehntplatzierten Portugal. 488.567 Sitzplätze bieten die Billigflieger an.

Platz 4

Deutschland – 5119 Starts

Das geografische Zentrum Europas kommt mit eigenen Billigairlines wie Germanwings auf 658 Strecken mit 792.192 Sitzplätzen.

Platz 3

Italien – 6425 Starts

Italien bleibt auf Rang drei: 1,05 Millionen Sitzplätze auf 1001 Strecken. Die italienischen Anbieter wie Meridiana tragen aber nur wenig zur Sitzanzahl bei.

Platz 2

Spanien – 7594 Starts

Für Billigflieger sind vor allem die Sandstrände im Süden ein beliebtes Ziel. 1,37 Millionen Sitzplätze bringen Spanien auf Platz zwei. Von den 1060 Strecken bietet einige die spanischen Airline Vueling an.

Platz 1

Großbritannien – 10.127 Starts

Mit Abstand die Nummer eins der Liste: 1221 Strecken, das sind rund 160 Strecken mehr als beim zweitplatzierten Spanien. Mit 1,42 Millionen Sitzplätzen liegt Großbritannien ebenfalls vor Spanien.

Methodik

Zweimal im Jahr gibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) seine Marktanalyse der europäischen Billigflieger heraus. Die Daten beziehen sich auf einer Woche im Sommerflugplan 2013. Als Strecke gelten Hin- und Rückflug einer Verbindung. Sitzplätze sind die verfügbaren Kontingente, nicht die tatsächlichen Passagierzahlen.

Bislang ist Ryanair auf zwölf deutschen Flughäfen vertreten, darunter Weeze bei Düsseldorf oder Memmingen bei München. Auch an diesen Standorten wolle die Fluglinie weiter wachsen, sagte O'Leary.

Von

dpa

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