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09.03.2012

11:33 Uhr

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Londoner Börse will bei Abwickler einsteigen

Die LSE unternimmt den Versuch, bei einem Abwickler von Wertpapieren groß einzusteigen. Für 60 Prozent der Anteile an LCH.Clearnet will die Londoner Börse mehr als 463 Millionen Euro zahlen.

Die LSE will sich breiter aufstellen. dpa

Die LSE will sich breiter aufstellen.

LondonDie Londoner Börse (LSE) will den Wertpapierabwickler LCH.Clearnet mehrheitlich übernehmen. Den LCH.Clearnet-Anteilseignern würden 20 Euro pro Aktie geboten, teilte die LSE am Freitag mit. LSE wolle sich mit bis zu 60 Prozent an der LCH.Clearnet beteiligen. Damit würde die Londoner Börse bis zu 463 Millionen Euro für den Abwickler zahlen, der bei dem Geschäft mit 813 Millionen Euro bewertet wird. Bislang gehört Europas größter unabhängiger Wertpapierabwickler seinen Bank- und Handelskunden.

An der Börse kam die Übernahmeankündigung gut an. Die LSE-Aktie sprang mehr als sieben Prozent in die Höhe. LCH.Clearnet wickelt Derivate, Rohstoffe und zahlreiche andere Papiere ab.

Seit September verhandelt die LSE exklusiv mit der LCH.Clearnet. LSE will sich mit dem Zukauf breiter aufstellen. Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern gehört der LSE die Haupt-Clearingstelle im eigenen Haus nicht selbst.

Die Börsen stehen weltweit unter Druck. Sie kämpfen in ihrem Kerngeschäft mit der zunehmenden Konkurrenz durch alternative Handelsplattformen. Viele Börsenbetreiber suchen deshalb verstärkt nach neuen Einnahmequellen oder Fusionspartnern. Erst jüngst scheiterten Deutsche Börse und die New York Stock Exchange mit ihrem Fusionsplan am Veto der EU-Kommission. Zuvor hatten bereits die Toronto Stock Exchange TMX Group und die LSE vergeblich versucht, sich zu verbünden.

Von

rtr

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