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31.01.2007

19:19 Uhr

Angebot zurückgezogen

US Airways gibt Werben um Delta auf

Der Lufthansa-Partner US Airways zieht sein feindliches Übernahmeangebot für den insolventen Konkurrenten Delta Air Lines überraschend zurück. Das Unternehmen streckte am Mittwoch nach knapp dreimonatigem Übernahmekampf die Waffen.

HB NEW YORK. Die Delta-Gläubiger hätten der ungefähr zehn Mrd. Dollar schweren Offerte ihre Unterstützung verwehrt, hieß es zur Begründung. US Airways vertraue nun auf seinen Plan, auch ohne die Übernahme des größeren Konkurrenten im Wettbewerb zu bestehen. Die Fluggesellschaft hatte den Gläubigern eine Frist bis zum 1. Februar gesetzt, ihr bereits am 10. Januar aufgestocktes Angebot zu akzeptieren. Die Märkte straften die Aktie von US Airways nach dem geplatzten Fusionsvorhaben ab: Die Titel fielen an der Wall Street um 1,6 Prozent auf 52,25 Dollar.

Noch zu Wochenbeginn war in der Presse spekuliert worden, dass US Airways seine Offerte um etwa eine Milliarde Dollar erhöhen könnte, um so die Zustimmung der Delta-Gläubiger zu erhalten.

Delta hatte jüngst auch Berichte zurückgewiesen, es führe Fusionsgespräche mit dem Rivalen Northwest Airlines. Die insolvente Fluggesellschaft will aus eigener Kraft den Gläubigerschutz verlassen. Die Gläubiger haben diese Strategie mit der Ablehnung der US Airways-Offerte offen bekundet.

US-Airways-Chef Doug Parker zeigte sich enttäuscht über das fehlgeschlagene Fusionsvorhaben: „Wir hätten eine bessere und finanziell stabilere Fluggesellschaft auf die Beine gestellt“, sagte er. Diese hätte den Passagieren mehr Auswahl und den Angestellten mehr Job-Sicherheit beschert.

Bei einer Fusion der beiden Fluggesellschaften wäre eine der größten Fluglinien weltweit entstanden. Eine Großfusion hätte auch Folgen für den europäischen Luftverkehr gehabt: US Airways gehört dem von der Lufthansa geführten Bündnis „Star Alliance“ an, Delta gehört zum „SkyTeam“ unter Führung von Air France-KLM.

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