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04.03.2014

03:37 Uhr

Angeschlagene Airline

Australische Regierung will Qantas zerschlagen

Die kriselnde Fluggesellschaft Qantas soll in zwei Unternehmen aufgeteilt werden – je eine Airline soll sich dann um das internationale und das heimische Geschäft kümmern. Die Opposition hat aber etwas gegen den Plan.

Qantas muss kämpfen, um in der Luft zu bleiben. Reuters

Qantas muss kämpfen, um in der Luft zu bleiben.

SydneyAustraliens Regierung will die angeschlagene Airline Qantas in zwei Unternehmen zerschlagen, eines für heimische und eines für internationale Routen. Das sagte Premierminister Tony Abbott am Montagabend. Die Fluggesellschaft macht hohe Verluste. Sie gilt aber als Nationalsymbol.

Deshalb dürfen anders als bei Wettbewerbern Ausländer bei Qantas nur mit 49 Prozent einsteigen. Das verzerre den Wettbewerb, sagt der Qantas-Chef. Die Regierung will das Gesetz ändern. Die Oppositionsparteien, die die zweite Parlamentskammer dominieren, sind aber dagegen. Ausländische Investoren sollen bei einer Qantas-Inlandsfluggesellschaft größer einsteigen dürfen.

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Hohe Treibstoffkosten und harte Konkurrenz bescheren der australischen Fluglinie im ersten Halbjahr einen Millionenverlust. Jetzt sollen 5000 Stellen wegfallen. Ob das reicht um wieder auf Kurs zu kommen, ist unklar.

Qantas hat kürzlich Einsparungen in der Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro bekannt gegeben. Medienberichten zufolge will die Fluggesellschaft 5000 Stellen streichen, was Qantas bestreitet.

Die Regierung hatte daraufhin laut über eine Unterstützung der Airline nachgedacht. Ministerpräsident Tony Abbott sagte letzte Woche im Parlament, es liege im Interesse Australiens, dass einer der großen Arbeitgeber des Landes „überlebt und gedeiht“. Die Regierung werde tun, was sie könne, um Qantas eine faire Chance im Wettbewerb mit seinem Erzrivalen Virgin Australia zu geben.

Aber der Konzern müsse seine Hausaufgaben machen. Im Dezember hatte Abbott der Bitte Qantas' um finanzielle Unterstützung noch eine Absage erteilt.

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