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07.04.2014

13:38 Uhr

Angeschlagene Airline

Börsenabschied von Air Berlin ist fast Gewissheit

ExklusivAir Berlins Abschied von der Börse ist offenbar beschlossene Sache. Bei dem geplanten Ausstieg soll der angeschlagenen Airline eine Obergesellschaft helfen, die von bekannten deutschen Unternehmen gehalten wird.

Maschinen der Fluggesellschaft Air Berlin: Das Unternehmen hatte wegen der Suche nach frischem Geld und einer neuen Strategie die Veröffentlichung der Bilanz auf Ende April verschoben. dpa

Maschinen der Fluggesellschaft Air Berlin: Das Unternehmen hatte wegen der Suche nach frischem Geld und einer neuen Strategie die Veröffentlichung der Bilanz auf Ende April verschoben.

Düsseldorf, FrankfurtDie hoch verschuldete Fluggesellschaft Air Berlin steht vor ihrem Abschied von der Börse. Das Modell für das geplante Delisting stehe, berichtet das Handelsblatt (Montagausgabe). Allerdings fehle noch die Zustimmung von Etihad aus Abu Dhabi, mit 29 Prozent der größte Einzelaktionär der zweitgrößten deutschen Airline, wie das Handelsblatt aus mehreren, voneinander unabhängigen Quellen im Unternehmensumfeld erfahren hat.

Danach soll eine GmbH als Obergesellschaft für die übrigen Aktien bieten. Diese wird gehalten von den deutschen Unternehmern Hans Rudolf Wöhrl, Joachim Hunold und Severin Schulte und soll lediglich mit einem haftenden Kapital von 25.000 Euro ausgestattet werden. Das Geld für die Aktienofferte soll dagegen von den Untergesellschaften der Airline kommen, die sich über Bankenkredite finanzieren, gesichert zum Beispiel durch Immobilien. Wie es weiter heißt, steht eine Stellungnahme von Etihad dazu aber noch aus. „Die Scheichs lassen sich Zeit“, berichtete ein Insider.

Air Berlin hatte wegen der Suche nach frischem Geld und einer neuen Strategie die Veröffentlichung der Bilanz auf Ende April verschoben. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ist mit gut 800 Millionen Euro verschuldet und hat ihr Eigenkapital längst völlig aufgezehrt.

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Nach dem Delisting könnte Etihad auf die maximal erlaubte Grenze von 49,9 Prozent der Anteile aufstocken und die Fluggesellschaft oder Teile davon in eine offensichtlich geplante Europa-Holding einbringen. Auch eine Verschmelzung mit Alitalia werde erwogen. Etihad hatte vor zwei Tagen erklärt, in konkrete Verhandlungen über einen Einstieg bei der italienischen Airline einzusteigen.

Am Montag schürte Etihad-Chef James Hogan auf einer Branchenkonferenz in Abu Dhabi Hoffnungen auf einen schnellen Fortschritt bei den Gesprächen: „Alle unsere Vorstellungen wurden erfüllt, und wir sind in der Endphase der Verhandlungen für die nächste Stufe unserer Partnerschaft“, sagte er mit Blick auf Air Berlin.

Kommentare (5)

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07.04.2014, 13:43 Uhr

Mein Gott Mehdorn: Was für ein Sieg auf ganzer Linie...

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07.04.2014, 13:56 Uhr

Das muß wohl Turbine 2013 gewesen sein:

Nichtmal zur Putzfrau taugt Mehdorn.

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07.04.2014, 15:00 Uhr

Wer fliegt noch mit diesem Hartz 4 Flieger.
Der sich wegen 20.-€ einsparen 3 Stunden anstellt.(Nürnberg)

Der Rest fliegt Lufthansa

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