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20.06.2017

20:38 Uhr

Anheuser Busch Inbev

Hasseröder und Diebels sollen zum Verkauf stehen

Zwei bekannte deutsche Biermarken könnten bald einen neuen Besitzer bekommen. Der Brauereiriese Anheuser Busch Inbev prüft Optionen für die beiden Biere – und lässt laut einem Bericht bereits den Verkauf vorbereiten.

Der Brauereikonzern Anheuser Busch Inbev will sich laut einem Bericht von mehreren deutschen Biermarken trennen. dpa

Hasseröder

Der Brauereikonzern Anheuser Busch Inbev will sich laut einem Bericht von mehreren deutschen Biermarken trennen.

London, FrankfurtDer Brauereikonzern Anheuser Busch InBev will sich laut Insidern von seinen deutschen Biermarken Hasseröder und Diebels trennen. AB InBev habe die Deutsche Bank beauftragt, einen Verkauf vorzubereiten, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. AB InBev könne mit einem Erlös von bis zu 200 Millionen Euro rechnen. Der Verkauf ist die Konsequenz einer Portfolio-Bereinigung, die der Konzern mit Sitz in Belgien nach der Übernahme des US-Brauriesen SABMiller angestoßen habe. Die europäischen Marken von SABMiller wie Pilsner Urquell und Grolsch waren bereits an die japanische Asahi gegangen.

Ein Sprecher von AB Inbev bestätigte nur, dass der Konzern über die Zukunft der beiden deutschen Marken und der beiden dazu gehörenden Brauereien nachdenke. "Wir sprechen mit einer begrenzten Zahl von Investoren, die eine fokusiertere Strategie für diese Marken fahren könnten. Aber wir sind noch in einem sehr, sehr frühen Stadium." Hasseröder sitzt in Wernigerode im Harz und ist vor allem in Ostdeutschland populär, die Altbier-Brauerei Diebels hat ihren Sitz in Issum am Niederrhein. Beide Marken setzen zusammen rund 140 Millionen Euro um. Zu AB InBev gehören in Deutschland auch Beck's, Löwenbräu, Franziskaner und Spaten.

Das sind die beliebtesten Biere Deutschlands

1. Krombacher

Krombacher übernimmt von Oettinger den Platz an der Sonne – obwohl der Absatz 2015 von 5,49 Millionen Hektolitern nur leicht besser ist als im Vorjahr (5,47 Millionen).

2. Oettinger

Der Absatz sank im Jahr 2015 auf 5,393 Millionen Hektoliter – und bedeutet für Oettinger damit den Verlust der Spitzenposition.

3. Bitburger

Das Bier aus der Eifel verkaufte sich 2015 etwas schlechter als im Vorjahr. Der Absatz sank um gut 2,5 Prozent auf 3,84 Millionen Hektoliter.

4. Veltins

Die Marke verkaufte 2015 2,85 Millionen Hektoliter – ein Plus von knapp drei Prozent.

5. Becks

2015 verzeichnete das Bremer Bier einen Absatz von rund 2,56 Millionen Hektolitern und legte damit um gut ein Prozent zu.

6. Paulaner

Das Bier aus Bayern verkaufte sich 2015 etwas schlechter als noch ein Jahr zuvor. Der Absatz von 2,42 Millionen Hektoliter bedeutete ein Minus von gut einem Prozent.

7. Warsteiner

Bei der Marke aus dem Sauerland ging es 2015 erneut bergab. Der Absatz sank um rund 7,5 Prozent auf 2,34 Millionen Hektoliter.

8. Hasseröder

Die Marke konnte nach dem Einbruch 2014 wieder deutlich zulegen. Ein Absatz von rund 2,25 Millionen Hektolitern bedeutet ein sattes Plus von 17 Prozent.

9. Radeberger

Ungefähr 1,9 Millionen Hektoliter wurden 2015 abgesetzt – das sind knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

10. Erdinger

Vom Bier aus Bayern wurden rund 1,8 Millionen Hektoliter abgesetzt – ein Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zu 2014.

Als Käufer für Hasseröder und Diebels kämen vor allem Brauer aus Deutschland wie Radeberger oder Bitburger in Frage, sagten Insider. Denn die Marken seien bisher eng ins Vertriebsnetz von AB InBev eingebunden, was es für einen Neuling auf dem deutschen Biermarkt schwer mache.

Von

rtr

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