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05.09.2011

15:31 Uhr

Arthur D. Little

Ein Teil-Buyout könnte die Beratungsfirma retten

VonKatrin Terpitz

ExklusivDas französische Unternehmen Altran will die Beratungsfirma Arthur D. Little verkaufen. Im Gespräch ist auch eine Beteiligung der bisher angestellten Manager. Bis Ende des Jahres soll das Geschäft erledigt sein.

Finanzinvestoren und Beratungen sollen Interesse an ADL angemeldet haben. dpa

Finanzinvestoren und Beratungen sollen Interesse an ADL angemeldet haben.

DüsseldorfBei Arthur D. Little, der ältesten Unternehmensberatung der Welt, ist ein Teil-Buyout durch das Management im Gespräch. Das erfuhr das Handelsblatt von Tom Sommerlatte, der das Deutschlandgeschäft der Beratung aufbaute und bis 1997 Chairman des weltweiten Consultingbereichs von Arthur D. Little (ADL) war. Die französische Mutter, das börsennotierte Technologie-Beratungsnetzwerk Altran, will die auf Innovation spezialisierte Beratung verkaufen.

Weder ADL noch Altran wollten die Informationen auf Anfrage kommentieren. Die Pariser Altran-Zentrale verwies auf Ende Oktober, wenn der neue Vorstandschef Philippe Salle seinen strategischen Plan für die Gruppe vorstellen will.

Unter anderem sollen Finanzinvestoren, aber auch Beratungen Interesse an ADL angemeldet haben, berichtet Sommerlatte, der heute nach eigenen Angaben formal als Senior Advisor mit ADL verbunden ist. Bedingung: Die „Partner“ (Directors), die bisher angestellte Manager sind, sollten sich finanziell beteiligen und damit deutlich zum Unternehmen bekennen. Gewinne wie auch Risiken würden dann die Partner als Anteilseigner mittragen.

Laut Sommerlatte sei die Bereitschaft der Partner grundsätzlich da. Diese hätten ursprünglich einen kompletten Management-Buyout (MBO) favorisiert. Eine internationale Direktorengruppe von ADL wolle den Teil-MBO aushandeln. ADL bliebe so als Ganzes bestehen. Etwa 1 000 Mitarbeiter in etwa 20 Ländern sind dort beschäftigt.

„Gelingt ein Verkauf am Stück oder ein MBO nicht, gibt es Interessenten für einzelne Filetstücke wie das Deutschlandgeschäft“, ist Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg überzeugt.

Kommentare (1)

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Nachwuchs

06.09.2011, 16:26 Uhr

Die Berater haben wieder einmal total versagt. Sie können nicht einmal ihre eigene Firma richtig beraten. Aber wer nur den Befehl geben kann: Personal sofort fristlos entlassen, hat es nicht anders verdient. Warum können die Berater nicht beraten, sondern nur den Auftrag erteilen: Gehälter senken und Personal entlassen?

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