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22.04.2012

14:24 Uhr

„Aufrunden bitte“

Wer den Cent nicht ehrt

VonKirsten Ludowig

„Kleine Cents. Große Wirkung“: Mit diesem Slogan wirbt eine Initiative um Spenden. Kunden können ihren Einkauf an der Kasse aufrunden, die Differenz geht an soziale Projekte. Doch viele Händler scheuen den Aufwand.

Kunden können Rechnungen um maximal zehn Cent aufrunden. Pressebild

Kunden können Rechnungen um maximal zehn Cent aufrunden.

DüsseldorfDie blaue Sprechblase klebt inzwischen an Türen und Kassen von 12.000 Läden. Wer ihrem Aufruf folgt und vor dem Bezahlen „Aufrunden bitte“ sagt, tut Gutes - und zwar so: Per Tastendruck erhöht sich der Rechnungsbetrag bis zur nächsten Zehn-Cent-Grenze, etwa von 8,95 auf neun Euro. Die Spende, maximal zehn Cent pro Einkauf, wird auf einem separaten Konto verbucht. Mit dem Geld werden soziale Projekte in Deutschland gefördert.

Hinter der Initiative, die Anfang März gestartet ist, steht die Stiftung "Deutschland rundet auf". Noch ist nur ein kleiner Teil von Deutschlands Händlern dabei: Mit einem Umsatz von etwa 34 Milliarden Euro stehen die 15, die bislang mitmachen, für gut acht Prozent der 420 Milliarden Euro schweren Branche.

Das aber will Christian Vater, Gründer und Geschäftsführer der Stiftung, ändern. Und nicht nur er glaubt daran, dass sich die Teilnehmerzahl bald schon signifikant erhöhen wird. „Die Initiative hat Potenzial“, meint auch Hendrik Fink, Nachhaltigkeitsexperte von der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC).

Das Spendenvolumen könnte damit schnell in die Höhe schießen. Laut dem Handelsverband Deutschland gehen täglich rund 50 Millionen Menschen hierzulande einkaufen. Wenn davon jeder im Schnitt nur einen Cent spendet, wären das 500.000 Euro. Vater verhandelt zudem gerade über eine Ausweitung der Initiative auf Online-Shops. Das Ausland hat es vorgemacht. In Großbritannien gibt es bereits eine ähnliche Initiative namens „Pennies Foundation“. In den USA haben sich Gastronomen zu „Round it up America“ zusammengetan.

Kommentare (9)

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Andy

15.04.2012, 13:47 Uhr

Blöder geht's nicht. Es gibt so viele Spendenaktionen und es kommen immer mehr. Ich traue keiner Spendenaktion mehr.
Korruption innerhalb der WWF hat mich so sehr abgeschreckt, dass ich keiner "Aktion Mensch" keiner "Red nose day" keiner "Herz für Kinder" mehr traue. Überall wird mehr Geld "verlangt". Auf Straßen für zwielichtige Aktionen, Bei Fast-Food Ketten wird ab und an gebeten zu spenden und jetzt noch in Supermärkten? Bitte nicht.

Ich finde, Spenden bringt nichts, wenn man nicht wirklich weiß wo das Geld hinfließt. Und wo das Geld genau hinfließt wird einem von den Firmen erzählt...nur glauben sollte man das nicht.
Meine Meinung

Schönen sonntag noch ;)

HerrKaiser

15.04.2012, 17:06 Uhr

Ich möchte dann abrunden.

weltverbesserer

15.04.2012, 21:18 Uhr

wer,um alles in der welt, soll denn bei diesen aktionen
noch an das gute im menschen glauben.deutschland rettet
doch schon die ganze welt mit spenden.vielleicht sollte
etwas der griechenland oder besser banken milliarden für
soziale zwecke zweckentfremdet werden.

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