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12.06.2012

19:45 Uhr

Aufsichtsratswahl

Praktiker-Haupteigner unterliegt im Streit

Im Streit um die Aufsichtsratswahl bei Pratiker hat der Hauptaktionär vor Gericht eine Niederlage kassiert. Maseltov ist mit dem Sanierungskurs des Konzerns unzufrieden und will die Neuwahl des Aufsichtsrats provozieren.

Der Hauptaktionär von Praktiker will eine Neuwahl des Aufsichtsrats durchsetzen. dpa

Der Hauptaktionär von Praktiker will eine Neuwahl des Aufsichtsrats durchsetzen.

FrankfurtIm Streit mit dem Baumarktkonzern Praktiker hat dessen Hauptaktionär Maseltov vor Gericht eine Niederlage kassiert. Das Amtsgericht Saarbrücken wies am Dienstag den Antrag des Investors zurück, eine Neuwahl des Aufsichtsrats per einstweiliger Anordnung auf die Tagesordnung der Hauptversammlung am 4. Juli zu setzen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers stehen Maseltov grundsätzlich aber Rechtsmittel oder ein Hauptsacheverfahren offen. Eine Stellungnahme von dem Investor war zunächst nicht zu erhalten.

Maseltov ist mit dem Sanierungskurs von Praktiker unzufrieden und verlangt einen personellen Neustart in der Konzernführung. Gehen sollen etwa Aufsichtsratschef Kersten von Schenck und Aufsichtsratsmitglied Kay Hafner, der das Unternehmen zugleich als Interims-Vorstandschef führt. Maseltov ist mit einem zehnprozentigen Paket der größte Einzelaktionär und eng verbunden mit dem Anteilseigner Semper Constantia, der weitere fünf Prozent hält.

Praktiker hatte den Antrag von Maseltov als unzulässig zurückgewiesen, weil er nicht frist- und formgerecht eingereicht worden sei. Maseltov hatte diese Begründung als „vorgeschoben, vollkommen ungerechtfertigt und willkürlich“ bezeichnet und war vor Gericht gezogen.

Der Baumarktkonzern erneuerte am Dienstag sein Gesprächsangebot an die Investoren. „Dem Unternehmen ist an einer Verständigung gelegen, die dem gemeinsamen Interesse aller Beteiligten an einer zügigen Umsetzung des Restrukturierungsprozesses der Praktiker AG und seiner Finanzierung Rechnung trägt“, betonte ein Sprecher. Auch über die künftige personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats könne gesprochen werden.

Praktiker will sich von Aktionären und Kreditgebern 235 Millionen Euro besorgen, um den Konzern umzubauen und nach hohen Verlusten wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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123456789

13.06.2012, 08:22 Uhr

Klingt so, als ob die vor lauter Machtkämpfen. und das ewige Hin und HER....wer kommt,wer geht....sich gar nicht mehr bewußt sind, das die PRAKTIKER MITARBEITER den Laden aufrecht erhalten!!! und nicht DIE!!!
Zirkus,Affentheater keine Fakten, schon fast Lächerlich das die nix auf die Reihe kriegen.Ach ja, sie sind ja mit Ihren Machtkämpfen beschäftigt.

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