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12.04.2016

11:06 Uhr

Augustiner, Hofbräu, Löwenbräu

Münchner Brauer treten in den Warnstreik

Die Münchener Brauer fordern höhere Löhne. Am Dienstag sind die Beschäftigten deswegen auf die Straße gegangen. Das Angebot der Arbeitgeber bezeichnet die Gewerkschaft als „Frechheit“.

Die Beschäftigten der Brauerein streiken für höhere Löhne. AP

Bier aus München

Die Beschäftigten der Brauerein streiken für höhere Löhne.

MünchenDie Beschäftigten der Münchner Brauereien haben am Dienstag mit einem Warnstreik ihrer Tarifforderung Nachdruck verliehen. Die Streikbeteiligung in der Frühschicht von Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten-Franziskaner sei „sehr gut, höher als erwartet“ gewesen, sagte Streikleiter Mustafa Öz von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die Gewerkschaft fordert für die rund 10.000 Mitarbeiter der bayerischen Brauereien sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber haben 1,6 Prozent mehr angeboten. Die zweite Verhandlungsrunde soll am Donnerstag beginnen.

NGG-Landeschef Freddy Adjan wies das Angebot als „eine Frechheit“ zurück und kündigte weitere Warnstreiks an. Öz sagte: „Bayerisches Bier ist gefragt wie nie. 2015 konnten der Bierausstoß und der Export deutlich erhöht werden.“ Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Lothar Ebbertz, sagte dagegen, in den Jahren zuvor sei der Absatz gesunken, ohne dass es Lohnkürzungen gegeben habe.

Hopfen, Malz, Wasser, Hefe - die Zutaten fürs Bier

Malz

Malz wird je nach Biersorte aus Gerste oder Weizen gewonnen. Das Getreide wird mit Wasser vermengt, damit es keimt. Danach wird das Grünmalz ähnlich dem Rösten von Kaffee in der Darre getrocknet. Es gibt über 40 Sorten wie helles und dunkles Malz, Rauch- oder Karamellmalz.

Hopfen

Hopfen sorgt für den mehr oder weniger bitteren Geschmack des Bieres. Zudem beeinflusst er die Schaumkrone und erhöht die Haltbarkeit. Es gibt Bitter- und Aromahopfen. Der Braumeister kann aus über 200 Sorten auswählen. Meist nimmt er mehrere Sorten für einen Sud. In der Hallertau, zwischen München und Nürnberg, liegt das größte Hopfenanbaugebiet der Welt.

Wasser

Wasser ist der Hauptbestandteil jedes Biers. Seine Mineralstoffe beeinflussen den Geschmack. So wird das malzig-süße Münchner Dunkelbier mit hartem Wasser gebraut. Das feinherbe Pils hingegen braucht weiches, kalkarmes Wasser. Die Anforderungen an Brauwasser sind laut Trinkwasserverordnung höher als die an Trinkwasser.

Hefe

Hefe verwandelt bei der Gärung den Malzzucker in Alkohol, Kohlensäure und Wärme. Die Hefe prägt auch das Aroma des Biers maßgeblich mit. Es gibt 200 Hefestämme. Brauer unterscheiden zwischen obergärigen Hefen für Weizen- und untergärigen für Gerstenmalz. Untergärige sinken an den Boden der Flüssigkeit, obergärige steigen auf.

Von

dpa

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