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09.01.2013

14:28 Uhr

Ausblick

Großhändler erwarten nur ein Mini-Wachstum

Deutschlands Großhändler erwarten in diesem Jahr nur ein schwaches Wachstum. Als Gründe nennen Branchenverbände Arbeits- und Energiekosten sowie stärkere Konkurrenz. Trotzdem sollen neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Der Branchenverband BGA sieht sich wachsendem Konkurrenzdruck ausgesetzt und fordert die Regierung zu Reformen auf. dpa

Der Branchenverband BGA sieht sich wachsendem Konkurrenzdruck ausgesetzt und fordert die Regierung zu Reformen auf.

Berlin Die deutschen Großhändler rechnen in diesem Jahr nur mit einem Mini-Wachstum. Der Umsatz werde um knapp ein Prozent auf 1,132 Billionen Euro zulegen, sagte der Branchenverband BGA am Mittwoch in Berlin voraus. 2012 hatte es noch ein Plus von 1,9 Prozent gegeben. "Die Unternehmen erwarten, dass es - wenn auch mit kleinen Schritten - 2013 weiter aufwärtsgehen wird", sagte BGA-Präsident Anton Börner. „Das ist angesichts des schwierigen Umfeldes nicht zu unterschätzen.“

Trotz des schwachen Konjunktur wollen die Großhändler die Zahl ihrer Mitarbeiter um 15.000 auf 1,913 Millionen erhöhen. Im vergangenen Jahr war sie um 35.000 gestiegen. „Der Großhandel ist und bleibt damit ein wichtiger Beschäftigungsfaktor in Deutschland“, sagte Börner.

Der BGA sieht sich wachsendem Konkurrenzdruck ausgesetzt und fordert die Regierung zu Reformen auf. „Die Standortfrage kehrt zurück. Wichtige Indikatoren wie Arbeitskosten und Energiekosten zeigen, dass Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit verliert“, sagte Börner. „In vielen Ländern, insbesondere in den Krisenländern Südeuropas, werden Reformen zur Stärkung der Leistungsfähigkeit umgesetzt.“ Deutschland verliere an Wettbewerbsfähigkeit, wenn der Wirtschaftsrahmen unverändert bleibe und weitere sozialpolitische Leistungen aufgesattelt würden.

Auch in Übersee erwachse Exportvizeweltmeister Deutschland immer stärkere Konkurrenz, sagte Börner. China entwickle sich vom billigen Massenproduzenten zum Qualitätsanbieter. „Dort sind Wettbewerber von morgen, deren Namen wir heute nicht kennen", sagte Börner.

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