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29.03.2012

13:39 Uhr

Außenwerbung

Ströer blickt vorsichtig nach vorne

Unter dem Strich stand 2ß11 ein Verlust bei dem Anbieter für Außenwerbung. Und auch 2012 wird kein rosiges Jahr für Ströer. Das Umfeld sei zu unsicher. Investoren reagierten enttäuscht.

Ströer-Vitrine in Berlin. obs

Ströer-Vitrine in Berlin.

DüsseldorfDer Außenwerber Ströer zeigt sich nach einem Rekordumsatz im abgelaufenen Jahr für 2012 etwas zurückhaltender. „Angesichts der anhaltenden Unsicherheit in unseren Kernmärkten rechnen wir für das erste Quartal mit einem Rückgang des organischen Wachstums zwischen drei und vier Prozent“, sagte Firmenchef Udo Müller in einer Telefonkonferenz. Für das Gesamtjahr erwarte Ströer ein organisches Umsatzwachstum im „niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich“. Eine Ergebnisprognose wollte der Konzern, der 2011 einen Nettoverlust verbuchte, noch nicht nennen.

Ströer zählt die Türkei, Polen und vor allem Deutschland, das mit 74 Prozent den Löwenanteil des Umsatzes ausmacht, zu seinen Kernmärkten. Die Kunden seien am Heimatmarkt aktuell etwas vorsichtiger, Buchungen seien kurzfristiger als noch 2011, erläuterte Müller. Stöer erwarte in Deutschland 2012 einen Umsatzzuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Eine Ergebnisprognose für den Konzern traue sich Stöer wegen der schwierigen Vorhersehbarkeit noch nicht zu. Das Geschäft sollte aber vor allem im zweiten Halbjahr zulegen.

Das Analystenhaus Nielsen sieht die Entwicklung des deutschen Werbemarktes 2012 ambivalent. Große Ereignisse wie die Olympischen Sommerspiele und die Fußball-EM sollten sich positiv auswirken, die Anreize könnten jedoch durch die Unsicherheit wegen der Schuldenkrise wieder zunichte gemacht werden.

Im vergangenen Jahr hatte Ströer den Umsatz vor allem wegen des Deutschlandgeschäfts um 8,6 Prozent auf 577 Millionen Euro gesteigert. Bereinigt um Zukäufe und Wechselkurseffekte blieb noch ein Plus von 4,8 Prozent. Unter dem Strich schrieb Ströer einen Verlust von 3,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 58 Millionen Euro zu Buche stand. Der Konzern führte dies auf Währungsverluste, Abschreibungen und Kosten für die Erweiterung des Geschäfts etwa in der Türkei zurück.

Der Ausblick und der Verlust für 2011 irritierten die Anleger. Das im Kleinwerteindex SDax notierte Papier fiel zeitweise mehr als neun Prozent auf 13,35 Euro. „Die Zahlen sind im Rahmen der Erwartungen, aber wenig inspirierend. Der Ausblick lässt wenig Raum für Euphorie“, fasste DZ-Bank-Analyst Harald Heider zusammen.

 

Von

rtr

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