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30.11.2012

20:09 Uhr

Ausstand vor einem Jahr

Iberia-Mutterkonzern klagt gegen Pilotenstreiks

Der Mutterkonzern der Iberia-Fluggesellschaft klagt gegen den Pilotenstreik vor einem Jahr. Die Firma hatte im Dezember 2011 jeden dritten Flug streichen müssen. Nun will sie die Gewerkschaft zur Rechenschaft ziehen.

Aus Protest gegen die Billig-Fluglinie Iberia Express legten die Piloten im vergangenen Jahr den Flugverkehr lahm. Nun verklagt der Mutterkonzern die verantwortliche Gewerkschaft. Reuters

Aus Protest gegen die Billig-Fluglinie Iberia Express legten die Piloten im vergangenen Jahr den Flugverkehr lahm. Nun verklagt der Mutterkonzern die verantwortliche Gewerkschaft.

LondonDer Mutterkonzern von Iberia und British Airways hat wegen der Streiks der Iberia-Piloten vor einem Jahr Klage gegen deren Gewerkschaft SEPLA eingereicht. Die Klage beim Gericht in London richte sich ausschließlich gegen die Proteste der Piloten gegen die Gründung der Billig-Airline Iberia Express, teilte die International Airlines Group (IAG) am Freitag mit. Der Konzern argumentierte, der Ausstand habe europäisches Recht verletzt. Der Klage schloss sich demnach auch British Airways an wegen ihrer durch die Streiks erlittenen finanziellen Einbußen.

Wegen der Protestwelle gegen die Billiglinie hatte Iberia allein im vergangenen Dezember rund ein Drittel aller Flüge streichen müssen, was das Unternehmen rund 36 Millionen Euro kostete. Iberia Express nahm Ende März den Betrieb auf. Iberia will mit der neuen Tochter sein defizitäres Geschäft mit Kurz- und Mittelstreckenflügen sanieren und dort anderen Billigfliegern Konkurrenz machen.

Unterdessen stehen in der Vorweihnachtszeit weitere Streiks bei Iberia an. Aus Protest gegen einen geplanten Stellenabbau riefen die Gewerkschaften die Belegschaft der Luftlinie dazu auf, am 14. Dezember sowie vom 17. bis 21. Dezember ganztägig die Arbeit niederzulegen. An dem Ausstand soll sich neben den Piloten diesmal auch das Kabinen- und das Bodenpersonal beteiligen. Iberia hatte am 9. November angekündigt, bis Ende kommenden Jahres 4500 Stellen - fast ein Viertel aller Jobs - zu streichen. Laut IAG geht es in der Klage aber nicht um die geplanten neuen Streiks.

Von

afp

Kommentare (1)

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pmma

02.12.2012, 12:07 Uhr

We have 25% Unemployment and go on strike because the market needs a reform... that is absolutely ridiculous... a country has what it´s countrymen deserve.

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