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30.01.2006

18:43 Uhr

Australische Bank will Kaufangebot verlängern

Macquarie kämpft um Londoner Börse

Die Macquarie Bank bleibt im Rennen um die London Stock Exchange (LSE) hartnäckig. Am Dienstag läuft die von Macquarie gegebene Frist für die Aktionäre der LSE aus, auf das Übernahme-Angebot der Australier einzugehen. Es sei jedoch „sehr wahrscheinlich, dass wir die Frist verlängern“, sagte eine Sprecherin von Macquarie am Montag. In diesem Fall könnte die Bank dem Übernahmekodex zufolge ihr Angebot einmalig bis zum 25. Februar verlängern.

fs LONDON. Macquarie hatte am 10. Januar ein offizielles Angebot für die LSE im Wert von 5,80 Pfund je Aktie auf den Tisch gelegt. Allerdings wurde das Gebot von Anfang an mit Skepsis aufgenommen. Großaktionäre wie die Fondsgesellschaft Threadneedle haben bereits abgewinkt. Sie gehen davon aus, dass die Börse schon ohne Zurechnung einer Übernahmeprämie mehr wert ist.

Auch am Markt scheint sich diese Meinung durchgesetzt zu haben. Der Kurs der LSE lag gestern bei 7,30 Pfund. Nach Auslaufen der ersten Frist am Dienstagnachmittag um 15 Uhr muss Macquarie mitteilen, wie viele Aktionäre auf das Umtauschangebot eingegangen sind. Viele dürften es jedoch nicht sein: „Wenn jemand das LSE-Papier verkaufen würde“, sagte ein Beobachter, „dann wohl eher am Markt als an Macquarie“.

Beobachter in London gehen nicht davon aus, dass die Offerte in der jetzigen Form erhalten bleibt. Man erwartet entweder, dass die Bank das Angebot aufstockt oder sich ganz aus dem Rennen zurück zieht. Sollte Macquarie aussteigen, ist der Kampf jedoch noch nicht beendet. Auch Euronext und Deutsche Börse könnten dann noch ein Angebot vorlegen – allerdings müssen sie sich erst gegen den Widerstand ihrer eigenen Aktionäre durchsetzen.

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