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02.09.2013

22:13 Uhr

Austrian Airlines

Lufthansa-Tochter stolpert über Zwangsversetzungen

Wie schon nach der Übernahme von Swiss hat die Lufthansa bei der angeschlagenen Austrian Airlines auf eine Regionaltochter gesetzt. Mitarbeiter mussten zu Billigflieger Tyrolean wechseln. Doch das hat nun ein Nachspiel.

Mitarbeiter von Austrian Airlines mussten auf weniger großzügige Arbeitsverträge bei Tyrolean wechseln - und wehrten sich. Reuters

Mitarbeiter von Austrian Airlines mussten auf weniger großzügige Arbeitsverträge bei Tyrolean wechseln - und wehrten sich.

WienDie Deutsche Lufthansa hat im Streit über den Umgang mit Mitarbeitern von Austrian Airlines eine juristische Schlappe hinnehmen müssen. Das Arbeits- und Sozialgericht in Wien sieht es als erwiesen an, dass die faktische Versetzung Tausender Mitarbeiter von Austrian Airlines zu deren Billigflieger-Tochter Tyrolean illegal gewesen sei.

Das Urteil von Montag stellt den sogenannten Betriebsübergang des fliegenden Personals infrage, der Kern des Restrukturierungsprogramms war. Ein Sprecher des Gerichtes erklärte, nach der richterlichen Entscheidung seien die Mitarbeiter bis auf weiteres noch immer Angestellte von Austrian Airlines und mit deren großzügigeren Arbeitsverträgen. Austrian kündigte Berufung an.

"Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten im Instanzenweg ausschöpfen, um auch rechtlich unseren Restrukturierungskurs abzusichern", sagte Austrian-Chef Jaan Albrecht. "Währenddessen hoffen wir, dass die bereits begonnenen Gespräche mit dem Betriebsrat zum Kollektivvertrag unabhängig vom Gerichtsurteil zu einer tragfähigen Lösung am Verhandlungstisch führen."

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Von der Teil-Übertragung des Flugbetriebs von Austrian auf Tyrolean waren rund 2000 Mitarbeiter betroffen. Durch die Maßnahme konnte das Unternehmen seinen operativen Gewinn 2012 nach eigenen Angaben um 115 Millionen Euro steigern, was mit zur Rückkehr in die Gewinnzone beitrug.

Von

rtr

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