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07.04.2011

12:23 Uhr

Austrian

Lufthansa-Tochter startet Sparprogramm

Die schwache Nachfrage durch die Krisen in Japan und Nordafrika hat Austrian zu einem Sparprogramm gezwungen. Die Lufthansa-Tochter will nun auf einigen Strecken ihre Kapazitäten ausdünnen und einzelne Flüge streichen.

Die Lufthansa-Tochter Austrian startet ein Sparprogramm. Quelle: ap

Die Lufthansa-Tochter Austrian startet ein Sparprogramm.

MünchenDie defizitäre Lufthansa-Tochter Austrian legt wegen der schwachen Nachfrage durch die Krisen in Japan und Nordafrika ein neues Sparprogramm auf. In einem Brief an die Mitarbeiter kündigte der Austrian-Vorstand ein Bündel von Maßnahmen an, wie ein Austrian-Sprecher am Donnerstag erklärte. Er bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Insgesamt erwartet die österreichische Fluggesellschaft durch die kriselnde Nachfrage nach der Atomkatastrophe in Japan und die politischen Unruhen in Nordafrika Einbußen von 30 Millionen Euro. Um dennoch das Ziel eines operativen Gewinns im laufenden Jahr zu erreichen, müsse Austrian gegensteuern. „Wir sind sicher, dass wir das durch die Maßnahmen schaffen“, sagte der Sprecher.   

Sowohl der asiatische Raum als auch der Nahe Osten sind wichtige Ziele im Streckenplan von Austrian. Zusätzlich zu den dortigen Krisen lasten weltweit auch steigende Ölpreise auf den Airlines und drücken die Gewinne.  

Die Fluggesellschaft will nun auf einigen Strecken ihre Kapazitäten ausdünnen und einzelne Flüge streichen. Derzeit fliegt die Airline etwa nur vier Mal pro Woche nach Tokio statt der ursprünglich geplanten sechs Flüge. Zudem sollen Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden, „um die kurzfristigen Netzanpassungen auf der Kostenseite aussteuern zu können“, heißt es in dem Schreiben.   

Weitere Stellenstreichungen plant die Lufthansa-Tochter dem Sprecher zufolge nicht. Im Zuge ihrer Sanierung hatte Austrian bereits 2000 Arbeitsplätze abgebaut.  Die Axt will Austrian auch bei ihren Lieferanten ansetzen und die Reisebudgets um die Hälfte kürzen. Außerdem verhängt das Management einen neuerlichen Einstellungsstopp.   

Austrian ist neben der ebenfalls defizitären britischen Tochter BMI eines der Sorgenkinder der Lufthansa. Der deutsche Branchenprimus hatte die staatlich gestützte Fluggesellschaft vor einigen Jahren übernommen und arbeitet nun an ihrer Sanierung. Der Lufthansa-Manager Thierry Antinori, der das Projekt ab Anfang April leiten sollte, sprang wenige Tage vor Amtsantritt ab. Nun stehen erstmal weiterhin wie bisher Peter Malanik und Andreas Bierwirth an der Spitze der Airline.  

Von

rtr

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