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13.11.2014

17:17 Uhr

Backwarenhersteller

Lieken macht fünf Standorte dicht

Umstrukturierung bei Backwarenhersteller Lieken: Nach dem Einstieg eines neuen Investors gehen in fünf deutschen Werken des Großbäckers die Lichter aus. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, ist noch unklar.

Lieken schließt Standorte in Bayern, NRW, Niedersachsen und Hessen. dpa - picture-alliance

Lieken schließt Standorte in Bayern, NRW, Niedersachsen und Hessen.

DüsseldorfRund eineinhalb Jahre nach der Übernahme durch den tschechischen Investor Agrofert will der Backwarenhersteller Lieken fünf deutsche Werke schließen. Betroffen seien die Standorte in Weißenhorn (Bayern), Essen (NRW), Garrel (Niedersachsen) sowie zwei hessische Werke in Stockstadt und Pfungstadt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Zuvor hatte das Fachmagazin „Lebensmittel Praxis“ über die Umstrukturierung berichtet. Die Schließung der Standorte sei für die kommenden drei Jahren geplant.

Das Unternehmen kündigte an, für die Mitarbeiter sozialverträgliche Lösungen finden zu wollen. Zur Zahl der Betroffenen wurden zunächst jedoch keine Angaben gemacht. Gleichzeitig sei der Bau einer neuen Produktionsstätte im Rhein-Main-Gebiet geplant, hieß es. Die Standorte in Lünen (NRW), Brehna (Sachsen-Anhalt) und Lüdersdorf (Mecklenburg-Vorpommern) sollen weiter ausgebaut werden. Das Unternehmen bezifferte die geplanten Gesamtinvestitionen auf rund 400 Millionen Euro.

Im Februar 2013 hatte die tschechische Agrofert-Gruppe den Düsseldorfer Backwarenhersteller vom italienischen Nudelkonzern Barilla übernommen. Der neue Eigentümer, Milliardär und inzwischen auch tschechische Finanzminister Andrej Babis hatte nach der Übernahme angekündigt, deutsche Kapazitäten weiter nutzen zu wollen und die Produktion zu steigern.

Lieken betreibt derzeit neben der Hauptverwaltung in Düsseldorf bundesweit zwölf Großbäckereien. Bekannte Marken des Großbäckers sind etwa „Lieken Urkorn“ oder „Golden Toast“. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 815 Millionen Euro und schrieb nach eigenen Angaben schwarze Zahlen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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13.11.2014, 19:38 Uhr

In Tschechien produziert es sich viel billiger.
Kein Wunder also, daß auch dieses Unternehmen aus Deutschland flüchtet.

Seitdem hier der übel riechende Sozialismus wieder nach und nach einzieht, verbessert sich das unternehmerische Umfeld in Tschechien wie überall in der Welt - jedenfalls im Verhältnis zu Deutschland.

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