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05.12.2013

00:10 Uhr

Baden-Württemberg

Tarifstreit im Einzelhandel bleibt offen

Wie geht es weiter mit den seit Monaten festgefahrenen Verhandlungen im Südwest-Einzelhandel? Der Ausgang des Tarifstreits in Baden-Württemberg könnte kurz vor Weihnachten bundesweit Signalcharakter haben.

Beschäftigte im Einzelhandel streiken in Stuttgart: Noch haben die Tarifverhandlungen im Südwesten kein Ergebnis geliefert. dpa

Beschäftigte im Einzelhandel streiken in Stuttgart: Noch haben die Tarifverhandlungen im Südwesten kein Ergebnis geliefert.

Korntal-MünchingenBei den festgefahrenen Tarifgesprächen im Südwest-Einzelhandel ist der Ausgang weiter offen. Die Verhandlungen, die bundesweit Signalwirkung haben könnten, dauerten am Mittwoch bis in die späten Abendstunden. Beide Seiten gaben aber bislang kein Ergebnis bekannt. Ein Verdi-Sprecher kündigte jedoch für Donnerstagvormittag eine Pressekonferenz am Verhandlungsort in Korntal-Münchingen an. Ein möglicher Durchbruch in Baden-Württemberg mit rund 220.000 Beschäftigten könnte bundesweit Pilotcharakter für die Branche haben, die sich derzeit im immens wichtigen Weihnachtsgeschäft befindet.

Zuvor hatte ein Verdi-Sprecher gesagt, die Sondierungsgespräche zum Wochenanfang hätten sich schwierig gestaltet. Der Handelsverband hatte sich dagegen zu Wochenbeginn optimistisch gezeigt.

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Zum Verhandlungsauftakt am Mittwoch hatte Verdi erneut 400 Teilnehmer zu einer Kundgebung vor dem Tagungshotel zusammengetrommelt. Insgesamt beteiligten sich über 1100 Beschäftigte an Protestaktionen in Stuttgart, Mannheim und Freiburg.

Die Gewerkschaft fordert im Südwesten unter anderem einen Euro mehr pro Stunde. Änderungen am Manteltarifvertrag lehnt Verdi hingegen ab. Die Arbeitgeber wollen das Regelwerk ändern, da sie es für veraltet halten.

Nachdem es in den vergangenen Wochen Sondierungsgespräche gab, sollten die gefundenen Ansätze in großer Runde verhandelt werden. Bundesweit gibt es seit Monaten Warnstreiks. Seit Mai gingen alleine im Südwesten Tausende Beschäftigte auf die Straße, um für mehr Geld zu protestieren. Der Tarifvertrag über Löhne und Gehälter war bereits Ende März ausgelaufen.

Von

dpa

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