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07.02.2014

12:11 Uhr

Badkeramik-Hersteller

Villeroy & Boch erspart sich Gewinn

Die Umsätze des Tisch- und Badekeramik-Herstellers Villeroy & Boch stagnieren, trotzdem konnte das Unternehmen sein Gewinnziel übertreffen. Möglich machten das Produktivitätssteigerungen und sinkende Kosten.

Fertigung von Geschirr im Werk in Luxemburg des Keramik-Herstellers Villeroy & Boch: Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen weitere Zuwächse in Aussicht. dpa

Fertigung von Geschirr im Werk in Luxemburg des Keramik-Herstellers Villeroy & Boch: Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen weitere Zuwächse in Aussicht.

FrankfurtDer Tisch- und Badkeramik-Hersteller Villeroy & Boch hat sein Gewinnziel trotz stagnierender Umsätze übertroffen. Produktivitätssteigerungen und sinkende Kosten hätten den Gewinnzuwachs ermöglicht, erklärte das Unternehmen aus dem saarländischen Mettlach.

Der Umsatz blieb mit 745,3 (2012: 743,6) Millionen Euro 2013 zwar hinter den Erwartungen zurück, trotzdem kletterte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 17 Prozent auf 36,2 Millionen Euro, wie Vorstandschef Frank Göring am Freitag in Frankfurt mitteilte. Angepeilt hatte er ein Umsatzplus von zwei Prozent, das operative Ergebnis sollte um fünf Prozent steigen.

Die Dividende für die im SDax notierten Vorzugsaktien soll um zwei Cent auf 42 Cent je Papier steigen. Der Nettogewinn verbesserte sich im vergangenen Jahr um fast zwei Drittel auf 24 Millionen Euro. Dazu trug auch ein Sonderertrag von sieben Millionen Euro aus dem Verkauf eines Fabrikbaus im schwedischen Gustavsberg bei.

Für das laufende Jahr stellte Göring weitere Zuwächse in Aussicht. „Mit dem konjunkturellen Rückenwind und dem weiteren Ausbau der Distribution in unseren Wachstumsmärkten wollen wir unseren Umsatz um drei bis fünf Prozent steigern“, sagte er. Das operative Ergebnis soll um etwas mehr als fünf Prozent zulegen.

Im vergangenen Jahr profitierte Villeroy & Boch allerdings vor allem von der stabilen Inlands-Konjunktur. Der Deutschland-Umsatz wuchs um fünf Prozent, während die Erlöse im Ausland um 1,6 Prozent schrumpften. Die beiden Sparten entwickelten sich unterschiedlich. Der größere Bereich „Bad und Wellness“ schrumpfte um zwei Prozent, vor allem weil die Baukonjunktur in den Niederlanden und in Frankreich lahmte. Trotzdem verbesserte sich der operative Gewinn in diesem Geschäft um 23 Prozent. Das um zehn Prozent anziehende Inlandsgeschäft ließ den Umsatz mit Geschirr und anderen Tisch-Accessoires dagegen um vier Prozent steigen. Der operative Gewinn in dem Bereich legte aber nur leicht zu.

Von

rtr

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