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01.10.2015

17:06 Uhr

Bahn erhöht Preise

Einzeltickets im Nahverkehr zwei Prozent teurer

Preiserhöhung zum Jahresende: Ab Dezember will die Deutsche Bahn Preise für Einzelfahrten im Nahverkehr im Schnitt um zwei Prozent anheben. Doch nur ein Bruchteil der Kunden ist davon betroffen.

Auf steigende Preise müssen sich Bahnkunden ab 13. Dezember einstellen. dpa

Fahrkartenautomat

Auf steigende Preise müssen sich Bahnkunden ab 13. Dezember einstellen.

BerlinIm Nahverkehr der Deutschen Bahn werden die Tickets für Einzelfahrten im Durchschnitt um zwei Prozent teurer. Die Preiserhöhung gilt ab 13. Dezember, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dagegen ändert sich bei den Zeitkarten und Abonnements für Pendler nichts. Daraus ergibt sich rechnerisch insgesamt eine Preisanhebung um 0,9 Prozent.

Für Pendler halte die Bahn die Preise stabil, um „ein Zeichen für einen starken Nahverkehr zu setzen“, sagte Vorstandsmitglied Berthold Huber.

Die Preiserhöhungen betreffen laut Bahn lediglich ein Fünftel der Nahverkehrskunden. Die anderen vier Fünftel seien in den Verkehrsverbünden unterwegs, die ihre Preise selbst gestalteten, erläuterte die Bahn. Mitte September hatte die Bahn bereits bekanntgegeben, dass im Fernverkehr 90 Prozent der Tickets im neuen Jahr nicht mehr kosten als bisher. Einzige Ausnahme sind Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, die ab Dezember deutlich kürzere Reisezeiten bringt.

Wie die Bahn Kunden im Fernverkehr gewinnen will

Keine flächendeckende Preiserhöhung

Bereits für das laufende Jahr hat die Deutsche Bahn in der zweiten Klasse nicht an der Preisschraube gedreht. Das ist auch im nächsten Jahr der Fall, dann auch in der ersten Klasse. Einschränkung: Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, die zum Fahrplanwechsel in Betrieb genommen wird und Fahrzeiten deutlich verkürzt.

Ansonsten bleibt bei 90 Prozent der Tickets alles beim Alten: Die Normalpreise ändern sich nicht, die Bahn-Card-Preise bleiben stabil wie auch die Preise für Streckenzeitkarten. Sparpreise gibt es weiter ab 19 und 29 Euro.

Höhere Preise auf neuer Strecke

Kunden, die Verbindungen über die Neubaustrecke Erfurt - Halle/Leipzig nutzen, müssen tiefer in die Tasche greifen; sie kommen aber auch schneller an ihr Ziel. Der Fahrpreis erhöht sich um ein bis sieben Euro. Normalpreise und Streckenzeitkarten werden ebenfalls angepasst.

Die Fahrzeit von Frankfurt am Main nach Leipzig verkürzt sich beispielsweise um 23 Minuten auf rund drei Stunden. Dafür werden mit 85 Euro künftig fünf Euro mehr fällig als bisher. Wer von Berlin nach Erfurt unterwegs ist, zahlt ab dem Fahrplanwechsel 71 statt 64 Euro. Hier gelangt der Bahnreisende dann unter zwei Stunden an sein Ziel; 44 Minuten schneller als bisher.

Sparpreise ohne Vorkaufsfrist

Für den Sparpreis ab 29 Euro auf längeren Strecken entfällt künftig die Vorverkaufsfrist. Je nach Verfügbarkeit kann solch ein Angebot dann noch bis kurz vor Abfahrt gebucht werden. Damit sollen vor allem Kunden angelockt werden, die bisher nicht oder selten Bahn fahren. Sparpreise werden auf Strecken zur Verfügung gestellt, die nicht ausgelastet sind - und zu Zeiten, in denen die Züge nicht voll sind.

Fahrten mit ICE-Sprinter werden günstiger

In etwa dreieinhalb Stunden von Frankfurt am Main nach Berlin oder von Köln nach Hamburg - das ist mit dem ICE-Sprinter möglich. Die Sprinter-Fahrten werden mit dem Fahrplanwechsel günstiger, weil die Reservierungspflicht und der Sprinter-Aufpreis von 11,50 Euro entfallen. Wer auf eigenen Wunsch einen Sitzplatz reservieren will, zahlt in der zweiten Klasse die üblichen 4,50 Euro. In der ersten Klasse ist die Reservierung im Fahrpreis enthalten.

Normalpreis wird zum Flexpreis

Mit dem Normalpreis können Kunden flexibel und ohne Bindung an einen bestimmten Zug reisen. Das will die Deutsche Bahn gleich im Namen deutlich machen und tauft den Normalpreis in Flexpreis um.

Kein Termin für Gratis-Internet in zweiter Klasse

Mit dem Normalpreis können Kunden flexibel und ohne Bindung an einen bestimmten Zug reisen. Das will die Deutsche Bahn gleich im Namen deutlich machen und tauft den Normalpreis in Flexpreis um.

Von

dpa

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