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08.01.2014

10:07 Uhr

Bahn-Gewerkschafter Hommel

„Man sollte dieses Affentheater endlich beenden“

Der Deutsche-Bahn-Gewerkschafter Klaus-Dieter Hommel sorgt sich um das Image des Konzerns: Der mögliche Wechsel von Pofalla bringe Unruhe und beschädige das Unternehmen. „Das ist unwürdig“, sagt Hommel.

Klaus-Dieter Hommel macht sich Sorgen um das Image der Deutschen Bahn: Die Diskussion bringe „nur weitere Unruhe“. dpa

Klaus-Dieter Hommel macht sich Sorgen um das Image der Deutschen Bahn: Die Diskussion bringe „nur weitere Unruhe“.

MünchenAngesichts der anhaltenden Debatte um einen möglichen Wechsel von Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) zur Deutschen Bahn sorgt sich der Bahn-Gewerkschafter Klaus-Dieter Hommel um das Image des Unternehmens. Hommel, der als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn sitzt, sagte am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk, die Diskussion bringe „nur weitere Unruhe“ und möglicherweise eine Beschädigung des Unternehmens. „Man sollte dieses Affentheater endlich beenden. Das ist unwürdig“, sagte Hommel.

Er werde einem neuen Vorstandsposten nur zustimmen, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll sei. „Wir werden nach wie vor nicht über Namen reden, auch nicht über Herrn Pofalla, solange wir nicht wissen, welche Veränderungen im Vorstand der Deutschen Bahn AG geplant sind und wie man diese Veränderungen begründen kann in einer Zeit, wo das Unternehmen Geld sparen muss, wo Mitarbeiter Überstunden leisten, weil nicht ausreichend Personal da ist.“

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Er wolle zuallererst die Personal-Knappheit bei der Bahn lösen, sagte Hommel, der auch Vizechef der Bahngewerkschaft EVG ist. Er könne nicht einschätzen, wie hoch die Belastung oder Überlastung der Vorstände sei. „Ich kann nur einschätzen, dass die Kollegen bei der Bahn, die auf den Stellwerken, den Lokomotiven und den Zügen tätig sind, in vielen Bereichen überlastet sind. Dort liegt unser Hauptaugenmerk“, sagte Hommel dem Radiosender „Bayern 2“.

Von

afp

Kommentare (1)

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ANBA

13.01.2014, 09:12 Uhr

Bevor sich Hommel erdreistet über diese Dinge zu sprechen sollte er lieber über dafür sorgen, dass der angedrohte Streik einer GDL wegen nichtiger Forderungen nicht das Bahnimage vielmehr schädigt, aber Gewerkschafter mischen sich ja an allen unpassenden Stellen ein.

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