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06.12.2011

16:54 Uhr

Bahn-Konkurrent

Veolia plant Verkauf der Transport-Sparte

Veolia will sich von seiner Transport-Sparte trennen. Der Verkauf ist Teil eines fünf Milliarden schweren Sparprogramms. Einen Käufer für einen Teil der Sparte hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits gefunden.

Veolia-Chef Antoine Frerot will die Transport-Sparte verkaufen. Reuters

Veolia-Chef Antoine Frerot will die Transport-Sparte verkaufen.

ParisDer angeschlagene französische Wasserversorger Veolia will sich von seiner Transport-Sparte trennen. Der geplante Verkauf sei Teil des fünf Milliarden Euro schweren Sparkurses der nächsten zwei Jahre, teilte Veolia am Dienstag mit. Wann genau die Veräußerung über die Bühne gehen soll, gab das Unternehmen nicht an. Die Sparte mit mehr als 80.000 Mitarbeitern setzte im vergangenen Jahr rund 5,8 Milliarden Euro um. Sie ist in 27 Ländern aktiv und gilt auch als Konkurrent des deutschen Marktführers Deutsche Bahn. Vor rund einem Jahr schnappte der Konzern der Deutschen Bahn drei Regionalstrecken in Bayern weg. Laut Veolia hat das staatliche Finanzinstitut Caisse des Depots Interesse am Kauf eines 50-Prozent-Anteils an dem Transport-Geschäft.

Veolia steht unter starkem Druck. Der weltgrößte börsennotierte Wasserversorger überraschte zuletzt mit zwei Gewinnwarnungen. Ende September war der Schuldenberg auf 15 Milliarden Euro angewachsen. Der Aktienkurs befindet sich seit Monaten auf Talfahrt und gab auch am Dienstag noch mal um mehr als zwei Prozent nach. Um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen, plant Veolia neben dem Verkauf der Transport-Sparte die Kürzung der Dividende um 42 Prozent und Kostensenkungen von 120 Millionen Euro im übernächsten Jahr. Bereits im August hatten die Franzosen angekündigt, sich aus rund der Hälfte der derzeit 77 Länder, in denen Veolia aktiv ist, zurückzuziehen.

Analysten begrüßten den nun verschärften Sparplan, blieben jedoch vorsichtig. „Es ist der richtige Weg, aber sie sind noch nicht über dem Berg“, sagte UBS-Analyst Per Lekander. Wegen der unsicheren Aussichten verzichtete Veolia-Chef Antoine Frerot bisher auf einen Ausblick für 2012 und 2013.

Von

rtr

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