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01.07.2012

12:41 Uhr

Bahn-Konkurrenz

Hamburg-Köln-Express geht an den Start

VonDieter Fockenbrock

ExklusivAm 23. Juli geht ein privat betriebener Fernverkehrszug gegen die übermächtige Konkurrenz der Deutschen Bahn an den Start. Der Hamburg-Köln-Express (HKX) wird bis zu drei Mal täglich zwischen der Hansestadt und der Rheinmetropole pendeln - und mit Kampfpreisen um Kunden werben.

Ein Fernverkehrszug bei der Einfahrt in den Kölner Hauptbahnhof. dpa

Ein Fernverkehrszug bei der Einfahrt in den Kölner Hauptbahnhof.

DüsseldorfTechnische, regulatorische und finanzielle Probleme hatten die Betriebsaufnahme immer wieder verzögert. Gefahren wird vorerst mit Rheingold-Waggons aus den 70er-Jahren, die HKX anmietet. Der Komfort entspricht damit dem 1.-Klasse-Niveau dieser Zeit.

HKX startet mit Kampfpreisen. 20 Euro bis maximal 60 Euro wird eine Strecke kosten, die ab dem 4. Juli im Internet gebucht werden kann. Der Höchstpreis liegt rund 23 Euro unter einem Ticket der Deutschen Bahn auf derselben Strecke im Intercity. Haltestellen sind in Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Münster vorgesehen.

Die Investoren haben bislang rund 16 Millionen Euro in das Projekt gesteckt. Einer der Initiatoren ist HKX-Geschäftsführer Carstensen. Er hat sich unter anderen den amerikanischen Investor Henry Posner mit seiner RDC Railroad Development Corporation an Bord geholt.

Kommentare (19)

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torstenweyers

01.07.2012, 13:15 Uhr

Das werden ja wohl eher "Nostalgiefahren" werden seitens dieses HKX-Angebotes. Vielleicht sollte man den Fahrpreis dann in "Reichsmark" erheben... Ich kann mir nicht vorstellen, dass in den Zügen so Steckdosen am Sitzplatz sind und WLAN-Empfang möglich sein wird...
Ein außergewöhnliches Bahn-Angebot als Konkurrenz zur DBAG kann man nur machen, wenn mindestens das Niveau des DB-IC/EC erreicht wird! Und wer schon in einem neuen modernisierten IC-Zug gesessen hat, weiß, was ich meine! Vielleicht sollte sich die Damen und Herren von HKX mal bei der Westbahn in Österreich umgucken, wie man sowas macht!

gmehnert@gmail.com

01.07.2012, 13:43 Uhr

Nun ja. Man solte den Artikel schon richtig lesen. Da heisst es "vorerst" werden solche Waggons eingesetzt. Vielfahrer der Bahn können Sie nicht sein, sonst wüssten Sie, dass die Bahn durchaus auf Langstrecken nicht überall den Komfort anbietet, den Sie hier so hochjubeln.So werden gern auf IC-Verbindungen die uralten InterRegio-Züge eingesetzt, die alles andere als komfortabel sind. Und wer regelmässig Bahn fährt, weiss auch, wie schön es ist, wenn mal wieder gar kein BordRestaurant im Zug angekoppelt wurde oder die Küche ausfällt. Also, bevor man gleich meckert, ohne überhaupt jemals mit den Zügen der Konkurrenz gefahren zu sein, sollte man sich vielleicht besser erst mal zurückhalten. Die 1.Klasse Waggons der Rheingold- Generation sind übrigens durchaus viel bequemer als manches ICE- 1.Klasse Abteil.Aber das weiss man eben auch nur, wenn man schon lange und oft Bahn fährt.

Mitbuerger

01.07.2012, 13:45 Uhr

Wenn ich es richtig mitbekommen habe werden die alten Wagen ja nur übergangsweise eingesetzt. Und mobiles Internet nutzt man in der Regel ja sowieso über 3G, was dieses (nach meinem Wissensstand sehr teure) WLAN Angebot der DB überflüssig macht. Ich finde es jedenfalls begrüßenswert, eine neue Bahn im deutschen Fernverkehr zu haben, die als Zielgruppe auch noch Menschen anspricht, die nicht zwischen den Alternativen Bahn und Flugzeug wanken. Der Hochgeschwindigkeits-Wahnsinn der DB macht Bahnfahren zumindest für meine Zwecke ökonomisch wie ökologisch uninteressant.

Wenn ich diese Strecke fahren würde, würde ich bestimmt HKX fahren.

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