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15.10.2014

11:02 Uhr

Bahn-Streik

Zugausfälle bescheren Fernbussen großen Zulauf

Die deutschen Fernbusbetreiber profitieren vom Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn. Wenn Züge auf Grund des Arbeitskampfes ausfallen, steigen Pendler und Reisende häufiger bei den Bahn-Konkurrenten ein.

Wenn keine Züge mehr fahren, freuen sich die Fernbusbetreiber über neue Kunden. dpa

Wenn keine Züge mehr fahren, freuen sich die Fernbusbetreiber über neue Kunden.

DüsseldorfDie Fernbusbetreiber profitieren vom Streik der Lokführer. Wegen Hunderter Zugausfälle infolge des Arbeitskampfes steigen derzeit Berufspendler und Reisende häufiger bei den Bahn-Konkurrenten ein. „Die Buchungen steigen spürbar zwischen zehn und 20 Prozent an“, sagte Matthias Schröter, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer, am Mittwoch. In einer solchen Situation hätten die Fernbus-Anbieter immer einen größeren Zulauf.

Die Lokführergewerkschaft GDL hatte in der vergangenen Woche einen neuen Bahn-Vorschlag im Tarifkonflikt abgelehnt und befristete Arbeitskämpfe angekündigt. Die Gewerkschaft rief für Mittwoch von 14.00 Uhr bis Donnerstag um 04.00 Uhr zum bundesweiten Streik auf. Reisende müssen sich auf Hunderte Zugausfälle einstellen. Bei der ersten bundesweiten Streikrunde in der vergangenen Woche hatte sich die GDL noch auf die späten Abend- und die Nachtstunden beschränkt. Dieses Mal trifft der Streik auch den Feierabendverkehr.

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Während Pendler sich auf Zugausfälle wegen des heutigen Lokführer-Streiks einstellen, geht der Streit in die nächste Runde: Die Bahn wirft der GDL Eigennutz vor – und die GDL der Bahn, sie verweigere Tarifverhandlungen.

Seit der Liberalisierung des Fernbusverkehrs auf Strecken innerhalb Deutschlands vor gut anderthalb Jahren buhlen rund 40 Anbieter um Marktanteile. Vor allem junge und ältere Menschen nutzen die Busse als günstige Alternative zu Bahn, Flugzeug und Auto.

Von

rtr

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