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03.02.2011

16:58 Uhr

Bahngewerkschaft GDL

Lokführer kündigen Streiks an

Bahnfahrer drohen neue Zugausfälle: Die Lokführer wollen die Deutsche Bahn und die privaten Schienengesellschaften bestreiken. Das hat die Tarifkommission der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einstimmig beschlossen. Bis Mitte Februar soll allerdings zunächst Ruhe herrschen.

Züge der Deutschen Bahn: Passagieren drohen neue Zugausfälle. dpa

Züge der Deutschen Bahn: Passagieren drohen neue Zugausfälle.

HB DÜSSELDORF. Die Lokführer haben im Bahnverkehr die Signale auf Streik gestellt. Noch bis zum 16. Februar haben der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, und seine Tarifkommission den Bahnunternehmen eine letzte Frist bis zum Beginn von Warnstreiks gesetzt.

Bestreikt würden Deutsche Bahn AG genauso wie ihre privaten Konkurrenten oder die von einer DB-Tochter betriebene S-Bahn in der Hauptstadt Berlin.

Die GDL ist sich ihres Drohpotenzials bewusst. Eine Situation wie beim letzten großen Lokführerstreik in den Jahren 2007/2008 sehe er noch nicht, versichert der GDL-Chef am Donnerstag. Doch man sieht ihm an, dass ihm allein die bangen Fragen danach in die Karten spielen.

Um den Reisenden Umplanungen zu ermöglichen, wolle man jeweils rechtzeitig über mögliche Ausfälle informieren. Warnstreiks werde es aber nach dem Protesttag am 16. Februar in Berlin geben.

Mit dem Streikbeschluss will die GDL Druck in einem komplizierten Konflikt aufbauen. Seit Monaten ringen Weselskys Truppen an drei Fronten für ihr großes Ziel mit dem sperrigen Kürzel BuRa-LfTV: einen übergreifenden Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag für alle 26 000 Lokführer der Republik. Davon arbeiten 20 000 bei der Deutschen Bahn (DB), daneben verhandelt die GDL mit sechs großen Privatbahnen und sechs großen privaten Güterbahnen - bisher ohne Durchbruch.

Kommentare (2)

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Gerard

03.02.2011, 20:48 Uhr

Die GDL hatte doch erst vor weniger als zwei Jahren eine Gehaltserhöhung von +30% für die Lokführer durchgeboxt. Wo bleibt hier die soziale Gerechtigkeit, wenn busfahrer im gleichen Zeitraum nur ein plus von 4% hatten?

Markus F.

04.02.2011, 13:23 Uhr

@Gerard woher haben Sie bitte schön den Unsinn das die Lokführer 30% mehr Geld bekommen haben? Es waren gerade mal 11 Prozent und durch die Wirtschaftkriese sind diese 11% auf 0% Abgeschmolzen.
im übrigen steht es den busfahrern frei sich anderweitig zu organisieren um mehr Geld heraus zu bekommen zum beispiel durch Gründung einer Gewerkschaft der busfahrer.
Der branchentarifvertrag der EVG sieht jedenfalls Lohneinbußen von bis zu 10% vor (!). Das kann sicherlich nicht der Sinn und Zweck eines branchentarifvertrages sein wo die Mitarbeite rim Endeffekt noch weniger bekommen als jetzt.

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