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28.03.2011

13:30 Uhr

Bahnkonkurrenten

Streik sorgt für Zugausfälle

Die GDL ist mit der Streikbeteiligung bei den Privatbahnen zufrieden. Drei Viertel der Züge der Bahnkonkurrenten sollen am Montag im Nahverkehr ausgefallen sein. Die Lokführer geben sich entschlossen.

Die Deutsche Bahn fährt, die Konkurrenz bleibt stehen. "Nicht einsteigen" heißt es da am Hildesheimer Bahnhof. Quelle: dpa

Die Deutsche Bahn fährt, die Konkurrenz bleibt stehen. "Nicht einsteigen" heißt es da am Hildesheimer Bahnhof.

Frankfurt Die Lokführer-Streiks bei den großen Bahn-Konkurrenten haben am Montag nach Gewerkschaftsangaben zu massiven Zugausfällen geführt. „Drei Viertel der Züge der bestreikten privaten Schienenpersonen-Nahverkehrsunternehmen - G6 sind heute Morgen ausgefallen. Zum kompletten Stillstand kam es bei der Vogtlandbahn“, teilte die Lokführer-Gewerkschaft GDL in Frankfurt mit.

„Wir sind mit der Streikbeteiligung sehr zufrieden“, zog der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky eine Zwischenbilanz nach zehn von insgesamt 24 Stunden Streik. Der Arbeitskampf soll am Dienstagmorgen um 2.30 Uhr beendet werden.

Im Kampf um einheitliche Standards für alle Lokführer lässt die GDL seit Montagfrüh Züge der sechs Unternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn stehen. Nicht gestreikt wird im Fernverkehr und bei der Deutschen Bahn - der Konzern verhandelt wieder mit den Lokführern. Der Arbeitskampf habe auf den Branchenführer keinerlei Auswirkungen gehabt - auch nicht indirekt, sagte ein DB-Sprecher in Berlin.

Wesselsky erklärte, die GDL werde weiter für gleiche Löhne und soziale Absicherungen kämpfen: „Wir werden nicht akzeptieren, dass die Einzelunternehmen der G6 keine verhandelbaren Angebote zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen und keine substanziellen Angebote für Einkommenserhöhungen in den Haustarifverträgen vorlegen, um die Streiks zu beenden.“ Wer glaube, das Thema aussitzen zu können, verkenne die Entschlossenheit der Lokomotivführer.

 

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.03.2011, 15:14 Uhr

Die GDL hat bei den Privatbahnen knapp 10% Mitglieder.
Wie kann dann 75% des Verkehrs lahmgelegt werden?
Haben die "Nichtmitglieder" etwa mitgestreikt?
Das wäre dann ein "illegaler Arbeitskampf", bei dem die "streikenden" fristlos entlassen werden können.
Die GDL wird ihnen keine neuen Jobs besorgen.

PS: Betroffen sind besonders ländliche Gebiete; die hat die DB schon lange, da unrentabel, stillgelegt.
Sie fährt nur noch mit ICEs, ICs, etc. (wenn sie denn fahren); die DB hat 5 Feine;
- Frühling (da kann es regnen)
- Sommer (da ist es (zu) heiß)
- Herbst (da stürmt ed und es fällt Laub)
- Winter ( da ist es zu kalt)
- den Störfaktor "Kunde" (er verlangt einfach zuviel)

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