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04.12.2014

15:35 Uhr

Bahnstreik

GDL droht „massive Arbeitskämpfe“ ab Januar an

Bis zum 17. Dezember fordert die Lokführergesellschaft GDL ein „erheblich verbessertes“ Angebot der Bahn. Sollte das nicht kommen, droht sie ab dem 11. Januar „massive Arbeitskämpfe“ an.

GDL-Chef Claus Weselsky gibt der Bahn bis zum 17. Dezember Zeit, ein „erheblich verbessertes“ Angebot vorzulegen. Ansonsten drohten „massive Arbeitskämpfe“ ab dem 11. Januar. dpa

GDL-Chef Claus Weselsky gibt der Bahn bis zum 17. Dezember Zeit, ein „erheblich verbessertes“ Angebot vorzulegen. Ansonsten drohten „massive Arbeitskämpfe“ ab dem 11. Januar.

BerlinDie Lokführergewerkschaft GDL will frühestens im Januar wieder streiken, wenn die Deutsche Bahn ihr bis dahin nicht deutlich entgegenkommt. Der Konzern müsse der Gewerkschaft in dem seit Monaten andauernden Tarifkonflikt bis zum 17. Dezember ein „erheblich verbessertes“ Angebot vorlegen, forderte GDL-Chef Claus Weselsky am Donnerstag nach Beratungen des Hauptvorstands und der Tarifkommission in Königswinter.

„Wir geben der DB damit eine letzte Chance, endlich Farbe zu bekennen und massive Arbeitskämpfe zu verhindern“, fügte er hinzu. Komme der Konzern der Forderung nicht nach, hätten die GDL-Gremien beschlossen, „nach dem 11. Januar 2015 massive Arbeitskämpfe zu führen“. Streiks über die Weihnachtstage hatte die GDL zuvor bereits ausgeschlossen.

Die konkurrierende Eisenbahner-Gewerkschaft EVG hatte am Mittwoch Verhandlungen über eine neue Tarifstruktur, wie sie die Bahn anstrebt, abgelehnt. Die EVG forderte für die nächste Verhandlungsrunde am 12. Dezember ein Angebot, das auf die Forderung nach einer sozialen Komponente eingehe. Im November habe die Bahn lediglich eine Einmalzahlung in Verbindung mit einer völlig neuen Tarifstruktur angeboten.

Die EVG will für ihre Mitglieder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Steigerung der Gehälter um 150 Euro. Kern des Konfliktes ist aber, dass die konkurrierende GDL nicht mehr wie früher allein für Lokführer, sondern auch für ihre Mitglieder unter den Zugbegleitern, dem Bordrestaurant-Personal und bei Rangierführern eigene Verträge abschließen will.

Die EVG will im Gegenzug zum GDL-Vorstoß auch für die Lokführer unter ihren Mitgliedern sprechen. Die Bahn lehnt aber verschiedene Verträge für dieselbe Beschäftigtengruppe ab. Sie will die Gespräche daher so gestalten, dass am Ende identische Regelungen für eine Berufsgruppe stehen. Im Oktober hatte die GDL mit dem längsten Streik der Bahn-Geschichte den Schienenverkehr in Deutschland tagelang weitgehend lahmgelegt.

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