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06.11.2014

13:17 Uhr

Bahnstreik mit Humor

„Weselsky wollte nur ein langes Wochenende“

VonLisa Hegemann

Die einen sind genervt – die anderen nehmen es mit Humor: Auf Twitter machen sich die Nutzer einen Spaß aus dem Bahnstreik. Handelsblatt Online hat die witzigsten Reaktionen zum GDL-Ausstand gesammelt.

GDL-Chef Claus Weselsky steht in der Kritik. Auf Twitter finden die Menschen aber auch humorige Worte für den Streik. dpa

GDL-Chef Claus Weselsky steht in der Kritik. Auf Twitter finden die Menschen aber auch humorige Worte für den Streik.

DüsseldorfStillstand auf allen Gleisen: Die Lokführer der GDL haben erneut die Arbeit niedergelegt, Tausende Pendler sind von den Streiks betroffen. Schon vorab zeigten sich viele Pendler genervt, auch am Donnerstagmorgen regten sich viele in den sozialen Netzwerken über die GDL und deren Chef Claus Weselsky auf. Für einige Kommentatoren scheint Weselsky mit Terroristen oder dem Nazi-Regime auf einer Stufe zu stehen. Doch längst nicht alle Äußerungen zum Streik entgleisen – manche kommentierten den Arbeitskampf auch von der humorigen Seite.

Auf Twitter laufen unter den Hashtags #GDL, #Weselsky und #Bahnstreik sekündlich neue Kommentare ein. Ein Hashtag ist ein Wort, das das Thema eines Tweets beschreiben soll.

Weil die Bahn teils auch noch am 9. November, dem Jahrestag des Mauerfalls, bestreikt wird, assoziieren viele den Stillstand mit der DDR. Dort hatte es lange keine Reisefreiheit gegeben, sie war 1989 erst mit der Öffnung der Grenzen gestattet worden. Auch am Donnerstag ist der Weg von Ost nach West wieder schwierig, bemerkt ein Nutzer.

In einem weiteren Post weist der Autor auf die Ironie hin, dass GDL-Chef Weselsky selbst aus dem Osten stammt und das Ausreiseverbot noch selbst mitbekommen hat. Am Montag, dem Tag des Streikendes, jährt sich zum 25. Mal die Grenzöffnung in der DDR.

Da der Bahnstreik von Donnerstag bis Montag morgen läuft, vermutet ein Twitterer, dass sich der Gewerkschaftschef schlicht mehr Freizeit wünscht und deswegen zum Ausstand aufgerufen hat.

Einige fürchten sogar, dass der Streik nicht nur beim Personen- und Güterverkehr: Ein weiterer Twitter-Nutzer sieht schon die drohende Ausweitung auf andere Branchen.

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