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17.06.2013

19:11 Uhr

Bangladesch

Polizei feuert Tränengas auf Textilarbeiter

Die Polizei von Bangladesch hat Tränengas auf rund 5000 Arbeiter, die in einer Kleiderfabrik für höhere Löhne demonstrierten, gefeuert. Die Textilkette Primark will für mehr Sicherheit sorgen und alle Zulieferer prüfen.

Verwandte der vermissten Textilarbeiter demonstrieren in Savar, Bangladesch. Auch an anderen Orten des Landes protestieren Arbeiter: Sie fordern mehr Lohn. dpa

Verwandte der vermissten Textilarbeiter demonstrieren in Savar, Bangladesch. Auch an anderen Orten des Landes protestieren Arbeiter: Sie fordern mehr Lohn.

DhakaBei einer Demonstration für höhere Löhne in den Kleiderfabriken von Bangladesch hat die Polizei am Montag hart durchgegriffen: Sie feuerte Tränengas und Gummigeschosse auf die rund 5000 Arbeiter, die sich in einem Gewerbegebiet in der Hauptstadt Dhaka versammelt hatten.

Mehrere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die Demonstranten hätten eine Straße blockiert und dann Autos und Fenster demoliert, sagte der örtliche Polizeichef Monir Uz Zaman der Nachrichtenagentur AFP, um den Einsatz zu rechtfertigen.

Auch nördlich der Hauptstadt gerieten Arbeiter und die Polizei aneinander. Rund 2000 Arbeiter protestierten gegen die Schließung ihrer Fabrik. Der Eigentümer habe die Fabrik dichtgemacht, nachdem die Arbeiter tagelang für höhere Löhne gestreikt hatten, sagte ein Vertreter der Polizei dort.

Die Regierung lässt derzeit eine Anhebung des Mindestlohns prüfen. Seit November gab es mehrere Unglücke in Textilfabriken. Am folgenschwersten war der Einsturz einer Fabrik im April, bei dem mehr als 1100 Menschen getötet wurden.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.06.2013, 20:53 Uhr

Ist das ekelhaft.
Sorry, ein anderes Wort ist mir dazu nicht eingefallen.
Ich habe keine Lust mehr am Einkauf und diese Modetrends werde ich mir auch nicht mehr antun.
Das ist Menschenhandel und kein Textilhandel mehr.

Account gelöscht!

29.07.2013, 16:36 Uhr

Besser gesagt ist es von Regierungen und Hochfinanz kontrollierte Sklaverei!

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