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31.01.2005

16:50 Uhr

Banken beginnen Weitervekauf der Kredite

Karstadt-Quelle-Versender setzen auf Discountmärkte

Nach Informationen aus Bankenkreisen haben einige Gläubigerbanken von Karstadt-Quelle damit begonnen, die Kredite des angeschlagenen Warenhauskonzerns am Kapitalmarkt weiter zu verkaufen.

HB FRANKFURT. Die Karstadt-Aktien büßte am Montag zeitweise mehr als fünf Prozent an Wert ein, was Händler mit Gerüchten über einen Rückzug von Banken aus dem Konsortium erklärten. In den Bankenkreisen hieß es dazu, das über drei Jahre laufende Kreditvolumen für Karstadt über insgesamt 1,75 Mrd. € sei sicher. Bis zu fünf Banken hätten lediglich mit dem Weiterverkauf im Sekundärmarkt begonnen. Diese Möglichkeit sei teilweise in den Kreditverträgen vorgesehen und ändere an den Krediten nichts. Ein Karstadt-Sprecher bekräftigte ebenfalls, die Finanzierung des Konzerns stehe.

Die Versandfirmen Quelle und Neckermann aus dem Karstadt-Quelle-Konzern haben zur Verwertung von Restposten unterdessen eine gemeinsame Discountmarke gebildet und wollen damit vor allem im Ausland wachsen.

Zum 1. Januar seien die bisherigen Quelle-Fundgruben und die Fox-Discountmärkte unter dem Namen Fox-Markt zusammengefasst worden, teilte Quelle am Montag mit. Gemeinsam hätten beide stationären Vertriebswege 2004 einen Umsatz von deutlich mehr als 100 Mill. € erzielt, sagte ein Sprecher. Einen Gewinn werde es in der Expansionsphase aber vorerst nicht geben.

„Die Fox-Filialkette will im In- und Ausland wachsen,“ kündigte der Vorstandsvorsitzende von Quelle und Neckermann an, Arwed Fischer. Der Schwerpunkt der Auslandsexpansion liege in Mittel- und Osteuropa, wobei in Polen noch in diesem Jahr die ersten Fox-Märkte eröffnet werden sollten. Bislang betreibt Fox in Deutschland 182 Märkte und in Österreich sieben. Zu der Discountkette gehören außerdem neun radikalKauf-Märkte in Deutschland. Die Billig-Ketten bieten Auslaufware, Sonderposten und von Kunden zurückgesandte Ware an. Auch entsprechende Ware der so genannten Spezialversender aus dem KarstadtQuelle-Konzern kommen in diese Märkte, etwa von Walz, Elegance oder Madeleine.

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