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20.01.2016

13:54 Uhr

Barry Callebaut

Schoko-Primus legt kräftig zu

Die Preise für Öl und Industriemetalle kennen derzeit nur eine Richtung: Steil nach unten. Kakaobohnen werden hingegen immer teurer. Davon profitiert vor allem die Nummer eins unter den Schokoladenherstellern.

Süße Verführung, die ordentliche Gewinne verheißt: Barry Callebaut ist der Weltmarktführer im Schokoladengeschäft. dpa

Süße Verführung, die ordentliche Gewinne verheißt: Barry Callebaut ist der Weltmarktführer im Schokoladengeschäft.

ZürichDer Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat im ersten Geschäftsquartal dank höherer Kakaobohnenpreise den Umsatz stärker gesteigert als erwartet. In Lokalwährungen kletterten die Erlöse um 13,3 Prozent auf 1,809 Milliarden Franken (1,65 Milliarden Euro), wie der Weltmarktführer am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 1,763 Milliarden Franken prognostiziert.

Die Verkaufsmenge wuchs um 6,4 Prozent auf 494,873 Tonnen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch weiterhin das Marktwachstum konstant übertreffen können“, sagte Konzernchef Antoine de Saint-Affrique.

In Rohstoffe investieren: Grundlagen

Natürliche Ressourcen

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen. Sie kommen in der Natur vor und wachsen teilweise nach. Beispiele sind Öl, Kohle, Stahl, Gold, Getreide oder Fleisch. Darüber hinaus gibt es neuerdings auch Rohstoffe, die künstlich hergestellt werden. Ein Beispiel ist Plastik.

Marktdaten verfolgen

Reales Angebot und Nachfrage sind die Basis der Rohstoffpreise. Infos zu Lagerbeständen und Bedarf von Industriemetallen kann man direkt beim Londoner Metal Exchange (www.lme.com) verfolgen. Hilfreich für Agrarrohstoffe ist der Wasde-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates; www.usda.gov).

Wetterbericht im Auge behalten

Sinkt die Temperatur in Florida – einem der wichtigsten Orangenanbauer der Welt – unter zwei Grad minus, steigt der Preis für Orangensaft. Frost, Dürre, Überschwemmungen – was die Ernte beeinträchtigt, lässt Agrarrohstoffe haussieren. Rohstoffbörsen wie die CME (www.cme.com) bieten detaillierte Wetterprognosen sowie eine Übersicht zu Rohstoffpreisen.

Psychologie zählt

Ölpreis und Metalle ziehen mit der Konjunktur. Bei Problemen in großen Förderländern steigen die Preise in der Regel auch bei flauer Wirtschaft. Bei Gold sind Angstkäufe der wichtigste Preistreiber.

Exoten meiden

Rohstoffmärkte gelten als enge Märkte. Das heißt: Bei Erzeugnissen mit geringem Umsatzvolumen drohen heftige Kursausschläge. Emittenten wälzen das über Kauf-Verkaufs-Spannen auf Anleger ab. Wer sicher anlegen möchte, sollte deshalb lieber auf führende Rohstoffe setzen: Kupfer statt Zink, Baumwolle statt Bauholz.

Kurve beachten

Sind langlaufende Kontrakte teurer als kurze, steigt die Terminkurve (Contango), Zertifikate verlieren an Wert. Sinkt die Terminkurve (Backwardation), gibt es einen Extragewinn.

Banken checken

Rohstoffzertifikate sind Schuldverschreibungen. Geht die ausgebende Bank pleite, ist das Geld futsch. Vor dem Kauf Emittenten checken, etwa deren Kreditausfallprämien. In Deutschland geht das etwa über den Derivateverband (www.derivateverband.de).

Einsatz begrenzen

Einzelne Rohstoffe können sehr volatil sein. Rohstoffe sollten nicht mehr als zehn Prozent eines Depots ausmachen. Neben einzelnen Futures lässt sich auch in passive Portfolios investieren, etwa den S&P GSCI (die Abkürzung steht für Standard & Poors Goldman Sachs Commodity Index) oder den RICI (Rogers International Commodity Index).

Von

rtr

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