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22.06.2012

15:49 Uhr

Baubranche

Führungswechsel bei Strabag

Der langjährige Konzernchef Hans Peter Haselsteiner legt sein Amt vorzeitig nieder und macht damit den Weg für Thomas Birtel frei. Mit dem Ausscheiden des Patriarchen wird gleichzeitig der gesamte Vorstand umgebaut.

Legt sein Amt vorzeitig nieder: Der Chef des österreichischen Baukonzerns Strabag, Hans Peter Haselsteiner. Reuters

Legt sein Amt vorzeitig nieder: Der Chef des österreichischen Baukonzerns Strabag, Hans Peter Haselsteiner.

WienDer Patriarch des österreichischen Baukonzerns Strabag, Hans Peter Haselsteiner, will sich aus dem Vorstand zurückziehen. Der langjährige Konzernchef und Hauptaktionär werde sein Amt zur Hauptversammlung im Juni 2014 an den Chef der Deutschland-Tochter abgeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der 68-jährige Haselsteiner ist eine der wichtigsten Unternehmerpersönlichkeiten in Österreich. Er hatte vor 40 Jahren bei einem Vorgängerunternehmen der Strabag begonnen und den Konzern durch zahlreiche Zukäufe zu einem der Marktführer in Europa aufgebaut. In den vergangenen Wochen hatte es bereits Gerüchte über ein vorzeitiges Ausscheiden gegeben. Eigentlich wäre sein Vertrag bis Ende 2015 gelaufen.
Der designierte Nachfolger Thomas Birtel sei die „natürliche Wahl“, sagte Haselsteiner. „Er ist jung genug, um den Konzern dynamisch zu führen, alt genug, um Risiken, die nicht beherrschbar sind, zu vermeiden, und durch seine Funktion als Vorstandssprecher der Strabag AG, Köln, ausgezeichnet vorbereitet, ein noch größeres Schiff zu steuern.“ Der 58-jährige Birtel verantwortet das Hoch- und Ingenieurbaugeschäft, das dem Unternehmen in Zeiten rarer Straßenbauaufträge durch klamme öffentliche Kassen vergleichsweise stabile Erträge liefert. „Der Hoch- und Ingenieurbau hat große Freude gemacht“, hatte Haselsteiner bei der Bilanzpressekonferenz die Sparte gelobt. Birtel arbeitet seit 16 Jahren bei Strabag.
Strabag baut nun auch den Rest des Vorstands um: Der stellvertretende Vorstandschef Fritz Oberlerchner scheide aus dem Gremium aus das damit von sechs auf fünf Mitglieder schrumpft. Er übernehme die Leitung einer Management-Gruppe, die die künftige Strategie des Konzerns festlegen soll. Statt wie bislang nach Sparten wie Hoch- und Ingenieurbau oder Verkehrswegebau teile der Vorstand seine Zuständigkeiten künftig nach Regionen und Sonderbereiche auf.

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