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13.08.2012

11:33 Uhr

Baufirma ACS

Spanischer Hochtief-Eigner ringt mit Finanzproblemen

Eine aggressive Übernahmestrategie holt den Baukonzern ACS ein. Die Spanier belastet neben der Immobilienkrise auf dem Heimatmarkt auch der Kauf des deutschen Konkurrenten Hochtief. ACS braucht nun dringend Geld.

Hochtief-Mitarbeiter: ACS hält die Mehrheit der Anteile an Deutschlands größtem Baukonzern. dpa

Hochtief-Mitarbeiter: ACS hält die Mehrheit der Anteile an Deutschlands größtem Baukonzern.

MadridDie angeschlagene spanische ACS trennt sich einem Medienbericht zufolge möglicherweise von Immobilien, um die Kosten für den Erhalt von Anteilen finanzieren zu können. ACS hält unter anderem die Mehrheit an dem deutschen Baukonzern Hochtief. Über den Immobilienverkauf habe der zu den weltgrößten Bau- und Infrastrukturfirmen gehörende Konzern im ersten Halbjahr mit verschiedenen Fondsgesellschaften verhandelt.

Das berichtete die Online-Zeitung „El Confidencial“ am Montag unter Berufung auf firmennahe Kreise. Im Gespräch seien der Verkauf des Firmensitzes und der Zentralen der beiden Töchter Dragados und Cobra. ACS war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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ACS strebe so schnell wie möglich eine Einigung an, um an Geld zu kommen, berichtete „El Confidential“ weiter. Der Konzern leidet nach dem Platzen einer Immobilienblase besonders heftig unter der Rezession auf dem Heimatmarkt. Das im Standardwerte-Index IBEX gelistete Unternehmen hat in diesem Jahr fast 43 Prozent seines Börsenwerts verloren, während die Aktienkurse im Durchschnitt nur um 18 Prozent nachgaben.

Vor etwa einem Jahr übernahmen die Spanier die Mehrheit an Hochtief. Die Deutschen Mitarbeiter hatten sich lange und hartnäckig gegen die Übernahme gewehrt. ACS kontrolliert derzeit gut 54 Prozent an Hochtief, davon gehören 4,2 Prozent dem Essener Unternehmen selbst.

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Der spanische Baukonzern ringt mit ernsthaften Finanzproblemen. Bereits Anfang des Monats hatte ACS einen erheblichen Teil seiner Hochtief-Aktien verpfändet. Rund 30 Prozent der Papiere gingen an die iberische Großbank Banco Bilbao.

Kommentare (9)

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smarty_32

13.08.2012, 11:23 Uhr

Jetzt sollte ein Bilfinger und Berger ACS kaufen und filetieren! Spanische Anteile weg und HochTief mit B&B fusionieren! Geld ist ja genug da in DE...das wäre ein Deal.

Account gelöscht!

13.08.2012, 12:52 Uhr

Vielleicht kann ja HochTief jetzt ACS übernehmen?
Für 1€ !

Jojo

13.08.2012, 13:25 Uhr

... dauert nur noch ein bisschen...
Um Spanien zu "retten" könnte man ja per möglichst billigem Geld den Bauboom reanimieren.
Wenn lustig weiter gebaut wird geht es solchen Firmen auch wieder besser.
Vielleicht könnten Merkel, EZB einfach mal ein bisschen mehr Gas geben.

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