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16.02.2013

16:32 Uhr

Baukonzern

Weitere Spitzenmanager verlassen Hochtief

Bei Hochtief haben drei weitere Spitzenmanager ihren Hut genommen. Während offizielle Stellen von einer einvernehmlichen Trennung sprechen heißt es andernorts, Vorstandschef Verdes wollte weitere Kritiker ausschalten.

Hochtief: Der Aderlass in der Führungsetage des Baukonzerns geht weiter. dapd

Hochtief: Der Aderlass in der Führungsetage des Baukonzerns geht weiter.

FrankfurtBei Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief trennt sich Vorstandschef Marcelino Fernandez Verdes von weiteren Führungskräften. Ein Unternehmenssprecher bestätigte einen Bericht der „Wirtschaftswoche“, wonach drei Aufsichtsräte der wichtigen Bau- und Dienstleistungssparte Hochtief Solutions vor wenigen Tagen ihre Mandate niederlegten.

Dabei handelt es sich um Andreas Nauen - den Chef des Windanlagenbauers Repower -, die finnische Managerin Essimari Kairisto und Ex-Allianz-Manager Reiner Hagemann. „Die drei gehen im besten Einvernehmen“, unterstrich der Hochtief-Sprecher. Erst vor wenigen Tagen war Bernd Joachim Romanski, Vorstandsmitglied von Hochtief Solutions, wegen „unterschiedlicher Auffassungen“ mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand ausgeschieden.

In Managementkreisen von Hochtief hieß es laut „Wirtschaftswoche“, Fernandez Verdes wolle mit der neuerlichen Personalie weitere interne Kritiker ausschalten. Die drei Aufsichtsräte hätten die plötzliche Abberufung von Romanski womöglich nicht akzeptiert. Sie hätten sich auch dem derzeit diskutierten umstrittenen Verkauf der Dienstleistungssparte von Hochtief und der Projektentwicklung entgegenstellen können.

Der spanische ACS-Konzern hatte sich nach langem Übernahmekampf die Mehrheit der Hochtief-Anteile gesichert. In der Folge hatten zahlreiche Spitzenmanager dem Essener Konzern den Rücken gekehrt. In der Belegschaft machten immer wieder Gerüchte um eine Zerschlagung die Runde. Im vergangenen November war dann der ehemalige ACS-Manager Fernandez Verdes an die Hochtief-Spitze aufgerückt. Er will am 28. Februar seine neue Strategie für Hochtief vorstellen. Der spanische Manager hatte bereits angekündigt, die ACS-Tochter auf Profit trimmen zu wollen.

Von

rtr

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

16.02.2013, 18:20 Uhr

Mal ehrlich: hat jemand ersthaft etwas anderes von diesem spanischen Looser erwartet? Die Zerschlagung von Hoch-Tief war von vornherein geplant. Schade um die zig-tausend Arbeitsplätze, die durch diese linke Tour verloren gehen werden. Und bedauerlich und beschämend, dass die Aktionäre von Hoch-Tief wegen der paar Silberlinge damals die ACS nicht zum Teufel gejagt haben.

rainer

16.02.2013, 18:27 Uhr

Südländisches Larifari: auf Profit trimmen // prima dann haben wir nun endlich "südliche Verhältnisse"

Account gelöscht!

16.02.2013, 18:49 Uhr

Es ist davon auszugehen, daß der spanische Baukonzern Hochtief nur übernehmen konnte, weil er an Kredite mit nach unten maniplierter, minimaler Verzinsung gekommen ist. Diese Sollzinsen sind für die spanischen Verhältnisse und Wirtschaftskultur, insbesondere angesichts des Desasters in der spanischen Bauwirtschft, viel zu niedrig. Die Differenz zahlt der deutsche Bürger.
Es wird nicht lange dauern, dann wird Hoch-Tief zerlegt, die Teile meistbietend verscherbelt und es stehen Tausende von Bauarbeitern auf der Straße.
Es lebe Multi-Kulti!

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