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21.05.2014

14:21 Uhr

Baukonzern

Züblin erwartet 2014 keine Gewinnsprünge

Der Stuttgarter Baukonzern Züblin rechnet im laufenden Geschäftsjahr nicht mit großen Gewinnsprüngen. Insbesondere im Ausland konnte die Strabag-Tochter im vergangenen Jahr wenig punkten. Das hat seinen Grund.

Ein Bauarbeiter vor einem Baufahrzeug mit dem Logo des deutschen Bauunternehmens Züblin: Der Stuttgarter Baukonzern plant das laufende Geschäftsjahr ohne große Gewinne. dpa

Ein Bauarbeiter vor einem Baufahrzeug mit dem Logo des deutschen Bauunternehmens Züblin: Der Stuttgarter Baukonzern plant das laufende Geschäftsjahr ohne große Gewinne.

StuttgartDer Baukonzern Züblin rechnet 2014 trotz neuer Großaufträge nicht mit großen Sprüngen. Das Konzernergebnis werde voraussichtlich auf Vorjahresniveau bleiben, sagte Vorstandsmitglied Alexander Tesche am Mittwoch in Stuttgart. In wichtigen Märkten wie den Niederlanden und Schweden schwächele die Nachfrage derzeit. Hierzulande hat Züblin hingegen Großaufträge wie die Sanierung des Bettenhochhauses der Berliner Charité oder die Verlängerung der Autobahn 100 in der Hauptstadt an Land gezogen. Der Stuttgarter Baukonzern gehört inzwischen mehrheitlich zur österreichischen Strabag SE.

Bereits 2013 war der Gewinn mit rund 87 Millionen Euro nahezu unverändert geblieben. Der Umsatz belief sich auf rund 3 Milliarden Euro (2012: 2,8 Mrd Euro). In den Orderbüchern sieht es indes ordentlich aus. Der Auftragsbestand des Konzerns stieg - dank der Nachfrage auf dem Heimatmarkt - um 14 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Während der Bestand in Deutschland fast um ein Drittel zulegte, ging er im Ausland allerdings um 18 Prozent zurück. „Wir merken zunehmend, dass wir im außereuropäischen Ausland nur noch mit Spezialkompetenz punkten können“, sagte Tesche. Gerade im Hochbau - also etwa bei Wohnhäusern oder Türmen - habe Züblin gegen Konkurrenz aus China und der Türkei das Nachsehen. Außerhalb Europas zog Züblin zuletzt einen Auftrag in Chile an Land, wo die Stuttgarter in einer Kupfermine eine Produktionsebene bauen. In Singapur baut der Konzern eine Gleisunterführung für Fußgänger.

Von

dpa

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