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09.04.2012

16:40 Uhr

Baumarktkette

Praktiker-Chef Fox stemmt sich gegen Verkauf

VonKirsten Ludowig

ExklusivDie Baumarktkette kämpft mit dem geringen Umsatz ihres Osteuropa-Geschäfts - und mit ihren Investoren. Praktiker-Chef Thomas Fox sagt: Managementprobleme kann man nicht verkaufen, man muss sie lösen.

Praktiker-Chef und Sanierer Thomas Fox. dpa

Praktiker-Chef und Sanierer Thomas Fox.

DüsseldorfThomas Fox, Sanierer und seit Oktober Chef von Praktiker, stemmt sich gegen den Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der angeschlagenen Baumarktkette – und damit gegen die Forderung der beiden größten Praktiker-Aktionäre. „Wir haben ja angekündigt, dass wir das Portfolio überprüfen. Nur wir müssen auch die Machbarkeit vor die Wünschbarkeit stellen“, sagt Fox im Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). In Ländern wie Griechenland, Rumänien, Ungarn und Polen seien die makroökonomischen Bedingungen gerade extrem schwierig. „Insofern dürfte es schwierig sein, zum jetzigen Zeitpunkt jemanden zu finden, der dort investieren möchte.“ Ein Teil der Probleme gehe aber auch auf Fehler des Managements zurück. Und Managementprobleme könne man nicht verkaufen, man müsse sie lösen.

Auf die Frage, wie sehr die Unstimmigkeiten mit der österreichischen Privatbank Semper Constantia (fünf Prozent) – genauer gesagt deren Fondsmanagerin Isabella de Krassny – und dem mit ihr verbündeten zypriotischen Investmentvehikel Maseltov (zehn Prozent) Unruhe stiften würden, erklärt Fox: „Alle Beteiligten müssen sich darüber im Klaren sein, dass öffentliche Äußerungen einen direkten Effekt auf die Situation von Praktiker haben.“ Aber er höre jedem zu, der zu ihm komme und gute Ideen habe. „Ich habe auch zu Frau de Krassny gesagt: Wenn Sie uns eine bessere Finanzierung besorgen, dann rolle ich Ihnen den roten Teppich aus – und zwar durch ganz Wien.“

Zum Zustand von Praktiker sagt Fox, das erste Quartal mache Mut. In Deutschland nehme der Umsatz wieder zu, Praktiker habe mehr Liquidität als ursprünglich erwartet. „In zwei Jahren soll die Rendite vor Steuern dann bei ein bis zwei Prozent liegen. Wir wollen sanieren, nicht siechen.“

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