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04.01.2012

16:40 Uhr

Beate Uhse

Sparkassen werden zum Erotikhändler wider Willen

An diesem Aktienpaket dürfte der Sparkassenverband in Schleswig-Holstein wenig Freude haben: Er ist zum zweitgrößten Aktionär von Beate Uhse aufgestiegen. Die Erotikkette hatte zuletzt mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen.

Model von Beate Uhse: Die Sparkassen in Schleswig-Holstein stocken auf.

Model von Beate Uhse: Die Sparkassen in Schleswig-Holstein stocken auf.

FlensburgSeine jüngste Beteiligung ist dem Sparkassenverband in Schleswig-Holstein erkennbar unangenehm. Denn kurz vor Weihnachten ist ihm ein Aktienpaket über 13,11 Prozent an dem Erotikhändler Beate Uhse zugefallen. Und laut Insidern würden die Sparkassen sich lieber heute als morgen davon trennen.

Das liegt aber nicht nur an dem schlüpfrigen Geschäftszweck des Unternehmens. Das Unternehmen, das sich durch das Internet harter Konkurrenz ausgesetzt sieht, leidet unter Verlusten und schwindendem Umsatz. Die Aktie wird deswegen inzwischen nur noch für rund 30 Cent gehandelt. Über die Börse wäre der Verkauf eines solch großen Pakets derzeit nur unter massiven Kursverlusten möglich. Allerdings hat die Beteiligung bei dem aktuellen Kurs ohnehin einen überschaubaren Wert von rund drei Millionen Euro.

Das Aktienpaket lag ursprünglich bei der Sparkasse Flensburg. Diese wurde wiederum 2008 von der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) übernommen. Allerdings geriet die Nospa bei der Übernahme der angeschlagenen Flensburger Sparkasse selbst in eine Schieflage und musste mit 181 Millionen Euro von der Sparkassen-Finanzgruppe gestützt werden. Das Beate-Uhse-Paket ist auf diesem Weg an den Sparkassenverband Schleswig-Holstein gelangt, der ansonsten nur strategische Beteiligungen hält, wie etwa an der HSH Nordbank, der LBS oder der Provinzial.

Wie aus einer Pflichtmitteilung der Beate Uhse AG hervorgeht, sind die Sparkassen über die Beteiligungsgesellschaft Venus Hyggelig nun an Beate Uhse beteiligt. Die niederländische Consipio Holding ist mit gut 27 Prozent der größte Aktionär von Beate Uhse. Hinter dieser steht Aufsichtsratsvorsitzenden Gerard Philippus Cok.

Kommentare (15)

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Freygeist

04.01.2012, 15:03 Uhr

Wenn eien Firma mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hat, dann sollte das eigentlich ein Grund sein, sich ein finanzielles Engagement doppelt zu überlegen.
Tja, warum sollten sich Sparkassen an simple Regeln halten, wenn es doch nur um das Geld der Bürger geht?
Was haben sich Sparkassen überhaupt an irgendwelchen Firmen zu beteiligen? Das ist wohl alles Teil des großen Plans die Verstaatlichung von Firmen so weit wie möglich voranzutreiben.

Sexmuffel

04.01.2012, 15:22 Uhr

@HB: Hätte es nicht auch die informative Überschrift "SpaKa steigen zum zweitgrößten Aktionär von Beate Uhse auf" getan? Mußte es diese BILD-Schlagzeile sein? Wenn Sie sich dem BILD-Niveau annähern, bitte nicht wundern, wenn die Stammleser Ihnen den Rücken kehren.

Sexmuffel

04.01.2012, 15:31 Uhr

Etwa zeitgleich mit meinem Kommentar wurde die Schlagzeile entsschärft bzw. versachlicht.

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