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15.06.2014

14:42 Uhr

Befristeter Job

Kamps verliert Lust an Müller-Milch

Mit einer Bäckereikette wurde Heiner Kamps zu einem erfolgreichen Unternehmer. Nach dem Verkauf wechselte er zu Müller-Milch – doch das Backwaren-Geschäft könnte ihn bald wieder reizen.

Joghurt von Müller Milch: Manager Kamps sieht das Ende seiner Zeit bei der Molkerei kommen. Imago

Joghurt von Müller Milch: Manager Kamps sieht das Ende seiner Zeit bei der Molkerei kommen.

Der Lebensmittel-Unternehmer Heiner Kamps (59) will sich von der Spitze des Müller-Milch-Konzerns zurückziehen. „Es war immer klar, dass meine Aufgabe zeitlich begrenzt ist. Spätestens im Jahr 2016 ist Schluss, das haben wir so vereinbart“, sagte Kamps der „Welt am Sonntag“.

Der frühere Backwaren-Unternehmer schließt nicht aus, wieder ins Bäckereigeschäft einzusteigen. Derzeit zahlten Investoren viel Geld für mittelständische Bäckereien, sagte er dem Blatt. „Das wird nicht gut ausgehen. In ein paar Jahren kommen diese Firmen günstig auf den Markt“, so Kamps. „Irgendwann wird es eine zweite Kamps-Story am Backwarenmarkt geben, da bin ich mir sicher.“

Der als „Brötchen-Millionär“ bekanntgewordene Unternehmer hatte seine erste Bäckerei 1982 in Düsseldorf eröffnet und in den folgenden zwei Jahrzehnten daraus eine Kette mit weit mehr als 1000 Filialen gemacht. Die Kamps AG wurde schließlich vom italienischen Nudelkonzern Barilla übernommen. Heiner Kamps wurde 2011 Chef der Unternehmensgruppe Theo Müller mit Stammsitz im schwäbischen Aretsried bei Augsburg, zuvor hatte Theo Müller die Mehrheit bei dem von Kamps gegründeten Gruppe HK Food übernommen.

Die Müller-Unternehmensgruppe, zu der beispielsweise auch die Fast-Food-Kette Nordsee und Feinkosthersteller wie Nadler und Homann zählen, ist inzwischen in Luxemburg ansässig. Der Konzern hat rund 21 000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 4,9 Milliarden Euro.

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