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01.04.2012

13:31 Uhr

Benzinknappheit

„Gefährlich nahe am Stillstand“

In Großbritannien sind Tausende Bürger einer Aufforderung der Regierung gefolgt, Benzin zu horten. Der Ansturm führte dazu, dass an vielen Tankstellen keine Ware mehr angeboten wurde. Grund war ein vermeintlicher Streik.

Schilder weisen auf die Benzinknappheit in Großbritannien hin. dapd

Schilder weisen auf die Benzinknappheit in Großbritannien hin.

LondonHamsterkäufe an den Tankstellen: In Großbritannien ist am Wochenende nach von der Regierung geschürter Benzin-Panik der Treibstoff knapp geworden. An vielen Tankstellen standen Schilder mit der Aufschrift „No Fuel“ („kein Treibstoff“). Am Samstag waren nach Angaben des Tankstellenverbandes bis zu 20 Prozent der Stationen ausverkauft.

Hintergrund ist eine Streikdrohung der Fahrer von Tanklastzügen. Ihre Gewerkschaft hatte für Ostern angekündigt, im Streit um eine bessere Bezahlung in den Ausstand treten zu wollen. Daraufhin hatten mehrere Mitglieder des Kabinetts von Premierminister David Cameron die Menschen aufgefordert, sich mit Benzin einzudecken und auch die Kanister zu füllen.

Diese Aufforderung führte zu einem wahren Run auf die Zapfsäulen. Eine Frau wurde schwer verletzt, als sie mit Kanistern hantierte, die sich entzündeten. Sie erlitt schwere Verbrennungen. Ein Minister wurde daraufhin von verschiedenen Seiten zum Rücktritt aufgefordert.

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Außenminister William Hague verteidigte am Sonntag in der BBC seine Kabinettskollegen: „Das Land ist jetzt besser auf einen möglichen Streik vorbereitet.“ Die Gewerkschaft hat inzwischen angekündigt, auf den angedrohten Streik zu verzichten. Der Chef eines Einzelhandelsverbandes, Brian Madderson, erklärte: „Großbritannien war gefährlich nahe am Stillstand.“

Die Regierung nahm inzwischen ihre Empfehlung zum Benzin-Horten zurück und erklärte, es sei „nicht unbedingt notwendig“ aufzutanken. Madderson sagte, die Regierung habe „eine Krise geschaffen, wo keine war.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Tad

01.04.2012, 13:44 Uhr

fake?

Account gelöscht!

01.04.2012, 14:56 Uhr

NöNö, kein Fake, das wurde mir so auch aus GB berichtet.

Allerdings schon erstaunlich, denn derartige Hysterie kennt man ja sonst nur von den Deutschen, die ja zu solchen Reaktionen neigen, allerdings andrerseits und komischwerweise die Veruntreuung ihrer Steuergelder und ihres Lebensstandards wie Schafe gleichgültig hinnehmen. Verkehrte Welt.

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