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26.02.2017

13:53 Uhr

BER

Flughafen-Chef Mühlenfeld muss um seinen Posten bangen

Eine umstrittene Personalie sorgt für Ärger beim Berliner Flughafen. Der Druck auf Airport-Chef Karsten Mühlenfeld steigt. Laut einem Medienbericht soll ihm der Rauswurf drohen.

Karsten Mühlenfeld:  Der Chef des Berliner Flughafens muss um seinen Posten bangen. dpa

Neuer Flughafenchef - Karsten Mühlenfeld

Karsten Mühlenfeld: Der Chef des Berliner Flughafens muss um seinen Posten bangen.

BerlinNach der Entlassung des Technik-Chefs am neuen Hauptstadtflughafen BER wächst der Druck auf Airport-Chef Karsten Mühlenfeld. Ihm drohe der Rauswurf, in Gesellschafterkreisen werde bereits „intensiv über einen Nachfolger gesprochen“, schreibt der Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntag). Auf Mühlenfeld werde jetzt „mit aller Härte und Konsequenz geschaut“, weil die Entlassung von Technik-Chef Jörg Marks als unabgestimmter Alleingang angesehen werde. Reaktionen am Wochenende stärkten dem Flughafenchef kaum den Rücken - im Gegenteil.

Nachfolger des Bauleiters ist auf Betreiben Mühlenfelds der frühere Bahn-Manager Christoph Bretschneider. Der Flughafen-Chef hatte den Personalwechsel am Donnerstag bekanntgegeben. In einem „Tagesspiegel“-Interview (Samstag) sagte Mühlenfeld jetzt, dass er „schon seit ein paar Wochen“ Ersatz für Marks gesucht habe. „Und das war mindestens dem Anteilseigner Berlin bekannt.“ Senatssprecherin Claudia Sünder wies dies auf dpa-Nachfrage zurück: „Dem widersprechen wir. Die Anteilseigner sind von der Personalentscheidung Mühlenfelds in dieser Woche völlig überrascht worden.“

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Der Bund hat eine außerplanmäßige Sitzung des BER-Aufsichtsrates beantragt. Nachdem Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Donnerstag Technik-Chef Jörg Marks abgesetzt hatte, nimmt die Kritik an ihm zu.

Berlins CDU-Generalsekretär Stefan Evers verlangte daraufhin, den „offenen Widerspruch“ lückenlos aufzuklären. „Wir wollen wissen, wer die Wahrheit zum unnötigen Rauswurf des BER-Technik-Chefs sagt: die Flughafengesellschaft oder die Senatskanzlei“, hieß es in einer Stellungnahme am Sonntag.

Der Bund als dritter BER-Gesellschafter neben den Ländern Berlin und Brandenburg hat wegen der Personalentscheidung eine Sondersitzung des Aufsichtsrats beantragt, deren Termin noch nicht bekannt ist. An ihr sei auch das Land Berlin interessiert, sagte Sünder. Die nächste reguläre Sitzung des Kontrollgremiums steht am 17. März an. Die für dieses Jahr geplante Eröffnung des Flughafens war schon vor längerem wegen Technikproblemen erneut geplatzt.

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