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10.01.2005

12:20 Uhr

Bericht der Süddeutschen Zeitung

Bahn kürzt ihr Schienennetz

Einem Zeitungsbericht zufolge will die Deutsche Bahn zahlreiche aus ihrer Sicht überflüssige Gleise und Weichen entfernen und so den Umfang des Schienennetzes deutlich reduzieren.

HB MÜNCHEN. Auf diese Weise wolle das Unternehmen die Kosten senken, schreibt die “Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Montagausgabe. Private und kommunale Eisenbahnen warnten in diesem Zusammenhang vor zusätzlichen Engpässen, die vor allem Gütertransporte erschweren könnten. „Wir machen uns Sorgen“, zitiert das Blatt Martin Henke vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Im VDV sind fast 250 Firmen und Verkehrsverbünde organisiert, die mit ihren Güter- und Regionalzügen sowie S-Bahnen auf den Trassen der DB fahren. Die Bahn plane, bis zum Ende des Jahrzehnts von den 65 000 km Gleisen rund 5200 km abzubauen. Außerdem sollten 22 800 der gegenwärtig noch 88 200 Weichen und Kreuzungen entfernt werden, schreibt die Zeitung. Jede vierte Möglichkeit zum Gleiswechsel würde damit künftig entfallen. Die Pläne ließen sich dem neuesten Finanzplan entnehmen, den Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn Ende 2004 dem Aufsichtsrat präsentiert hatte.

Das Zahlenwerk sage aber nichts darüber aus, ob Trassen stillgelegt werden. Das Streckennetz, das rund 37 000 km umfasse, sei nicht identisch mit der Gesamtlänge aller Gleise, hieß es. Die Bahn beteuere, sie wolle nur auf jene Weichen und Gleise verzichten, die für den Betrieb nicht mehr notwendig seien. Das Schienennetz werde Stück für Stück auf seine Kapazität hin überprüft, um sowohl den eigenen Bedarf wie auch die Wünsche der Eisenbahn-Unternehmen erfüllen zu können, zitiert das Blatt einen Bahn-Sprecher. Ungenutzte Gleise und Weichen werde man entfernen, um das Netz wirtschaftlich zu betreiben.

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